"Alea iacta est" – Theiss- Archäologie -Preis 2004: Die Gewinner stehen fest.

 

"Wissenschaftliche Veröffentlichungen – zumindest über archäologische Entdeckungen – sind weder trocken noch unverständlich"! Das haben einmal mehr die zahlreichen lebendig-profunden Artikel bewiesen, die in diesem Jahr beim Theiss Verlag in Stuttgart eingingen.

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Zum zweiten Mal hat der Verlag den Theiss-Archäologie-Preis für hervorragende journalistische Beiträge ausgelobt, um die Vermittlung archäologischen Wissens an ein breites Publikum zu fördern. Die Resonanz war noch größer als zwei Jahre zuvor.

Im Oktober 2004 trat die fachkundige Jury zusammen, um aus den rund 100 eingesandten Beiträgen die Preisträger zu ermitteln. Zu den Juroren zählten Prof. Dr. Hermann Parzinger, der Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts, Prof. Dr. Dieter Planck vom Verband der Landesarchäologen; dazu die Wissenschaftsjournalisten Dr. Rainer Redies ("Archäologie in Deutschland") und Dr. Michael Siebler (FAZ) sowie Gisela Graichen, Filmemacherin u.a. der bekannten ZDF-Staffel "Schliemanns Erben". Den Verlag vertraten Theiss-Geschäftsführer Christian Rieker und der Direktor der WBG Darmstadt, Andreas Auth.

Nach intensiver Diskussion war das Urteil einhellig: Der mit € 2.500,– dotierte Hauptpreis wird Urs Willmann verliehen für seinen Beitrag »Der Urknall in Schwaben«, veröffentlicht in Die Zeit. In der Begründung der Jury heißt es: "Das einstimmige Votum würdigt eine herausragende Leistung. Die scheinbar spröden Ergebnisse archäologischer Feldforschung beschreibt der Autor in sehr lebendiger und anschaulicher Weise. Durch diesen Artikel wird die kulturhistorische Bedeutung der Schwäbischen Alb dem breiten, archäologisch interessierten Publikum wirkungsvoll vermittelt".

Die Förderpreise, je € 750,– für bisher unveröffentlichte Beiträge, werden Henrike Kiesewetter und Karin Krapp zugesprochen. "Hervorzuheben ist die vorbildlich klare, schnörkellose Darstellung wissenschaftlicher Sachverhalte" begründet die Jury ihr Votum für den Beitrag "Unter dem Wüstensand begraben" von Henrike Kiesewetter, einer promovierten Medizinerin, die derzeit an ihrer Dissertation im Fach Paläoanthropologie arbeitet. "Eindrucksvoll ist auch die folgerichtige Gliederung, die den Eindruck souveräner Stoffbeherrschung vermittelt." "Beispielhafte sprachliche Ausdrucksfähigkeit, eine Lebendigkeit fast wie in einem Krimi" werden auch Karin Krapp bescheinigt. In ihrem Beitrag "Vöhingen – Das verschwundene Dorf" informiert sie ihre Leser über verstorbene, wüst gefallene Dörfer in Deutschland.

Am 20. Januar 2005 werden die Preisträger öffentlich ausgezeichnet. Der Hauptpreisträger erhält eine wertvolle Replik der Hochdorfer Klinenträgerin, die das Württembergische Landesmuseum stiftet. Die feierliche Ehrung findet im Rahmen der Ausstellung "Der geschmiedete Himmel" statt, die gegenwärtig im Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle/Saale, die berühmte Himmelsscheibe von Nebra und den Sonnenwagen von Trundholm präsentiert. Es sprechen Dr. Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt und Staatssekretär Wolfgang Böhm. Dr. Michael Siebler hält die Laudationes.

Quelle: Theiss Verlag

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