Alamannenmuseum Ellwangen: Ostgoten-Ausstellung ist Besuchermagnet

In acht Wochen haben bereits 1.000 Besucher die aktuelle Sonderausstellung „Die Ostgoten - Schutzherren der Alamannen: Neue Forschungen zum ostgotischen Militär in Kärnten" im Ellwanger Alamannenmuseum besucht.

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Ostgoten-Schädel aus Kärnten
Auch dieser künstlich umgeformte Schädel eines Ostgoten vom Hemmaberg in Kärnten wird in der noch bis 19. April laufenden Ausstellung gezeigt. Der Mann verstarb ab einer Schlagverletzung (Foto: Museum).

Die Ausstellung beleuchtet die Zeit Theoderichs dem Großen (493-526), der in Ravenna als König der Ostgoten residierte. Mit wertvollen Fundstücken vom Hemmaberg, einem bedeutenden archäologischen Fundplatz im österreichisch-slowenischen Grenzgebiet, wird die Entwicklung des frühen Christentums im Ostalpenraum gezeigt. In der befestigten Höhensiedlung, die hier von 400 bis 600 n. Chr. am Platz eines vormaligen keltischen Heiligtums bestand, befand sich eine katholische und eine arianische Kirchenanlage einträchtig nebeneinander. Am Fuße des Hemmaberges konnte erstmals in Kärnten ein ausgedehntes Gräberfeld dieser Zeit archäologisch untersucht werden; die hier gefundenen Grabbeigaben wie Adlerbeschläge und Adlerschnallen von Offiziersgürteln bilden den Kern der Ausstellung.

Die vom Landesmuseum Kärnten in Klagenfurt konzipierte Ausstellung wird noch bis 19. April in Ellwangen gezeigt. Museumsleiter Andreas Gut zeigte sich besonders erfreut darüber, dass allein im Dezember so viele Besucher in das 2001 eröffnete Alamannenmuseum kamen wie noch nie zuvor.

Nähere Informationen sind beim Museum unter Tel. 07961/969747 oder im Internet unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de erhältlich.

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