6000 Bilder in der Kieler Bilddatenbank Naher Osten

Die "Kieler Bilddatenbank Naher Osten" (KiBiDaNO) begeht dieser Tage eine besondere Zahl: Exakt 6000 Bilder aus dem Nahen Osten sind jetzt für Jedermann im Internet verfügbar. Seit 2004 arbeiten Professor Rüdiger Bartelmus und sein Team vom Institut für Alttestamentliche Wissenschaft und Biblische Archäologie der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel die Datenbank sukzessive auf. Sie konzentriert sich auf Bilder aus einer Region, die häufig vor allem als Krisenregion im Fokus der Berichterstattung steht: Irak, Iran, Israel, Jordanien, Libanon, Palästina, Syrien und der Ost-Türkei. Das Material kann kostenlos heruntergeladen und in jedem Rahmen präsentiert werden. Angesprochen sind vor allem Lehrende und Lernende, die in irgendeiner Form mit dem Nahen Osten zu tun haben, sei es aus politischem, kulturwissenschaftlichem, geographischem oder wirtschaftswissenschaftlichem Interesse.

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Die ältesten in KiBiDaNO publizierten Bilder sind Reproduktionen von Photographien vom Beginn des 20. Jahrhunderts, andere stammen aus den 1950er Jahren, viele aus den 1960er und 1970er Jahren, die meisten aus der jüngsten Zeit. KiBiDaNO stellt mithin aktuelles Bildmaterial zur Verfügung, aber auch historische Bilder von Objekten, die infolge von Naturkatastrophen - etwa Erdbeben oder Überschwemmungen -, kriegerischen Ereignissen oder sonstigen menschlichen Eingriffen inzwischen nicht mehr existieren oder stark verändert wurden.

"Wir unternehmen dabei den Versuch, zu jeder Ortslage und zu jedem gezeigten Objekt neben der üblichen deutschen Bezeichnung auch eine Bezeichnung in der Landessprache anzugeben", erklärt der CAU-Professor Bartelmus. Daneben werden alle in Lexika, wissenschaftlichen Publikationen, Reiseführern etc. verwendeten Namensformen gesammelt und als Namensvarianten in der jeweiligen Beschreibung angegeben, die jedem Bild beigefügt ist. Beispielsweise ist Jerusalem unter vielen anderen Formen auch als Yerushalayim, Al-Quds, aš-Šarf, el Khuds, Salem oder Ir Ha-Qdoosha belegt.

Mit Hilfe von KiBiDaNO können Vorlesungen, Seminarvorträge, Schulstunden oder Ähnliches um eine visuelle Komponente ergänzt werden. Die Bilder liegen als JPG-Dateien vor und sind damit für die Darstellung am PC-Monitor sowie für die Projektion mit Beamer geeignet. Besteht der Wunsch zur Veröffentlichung von KiBiDaNO-Bildern etwa in Zeitungen, Schulbüchern oder wissenschaftlichen Lexika, so können Bilder auch in reproduktionsfähiger Qualität, jedoch kostenpflichtig, bestellt werden.

Die Publikation der Bilder erfolgt aus Gründen der Qualitätssicherung und der Datensicherheit in unterschiedlichen Stufen. Aktuell stehen Bilder aus der Osttürkei, Syrien, Jordanien, Iran, Irak und Jerusalem zur Verfügung; es folgen Bilder aus Libanon. Über eine Kommentierungsfunktion unter jedem Datensatz kann man die KiBiDaNO-Mitarbeiter per E-Mail erreichen.

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