175 Jahre Deutsches Archäologisches Institut

Am 10. November 2004 begeht das Deutsche Archäologische Institut (DAI) sein 175-jähriges Jubiläum mit einem Festakt im Weltsaal des Auswärtigen Amtes.

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Das Deutsche Archäologische Institut geht auf die Gründung des Instituto di Correspondenza Archeologica durch einen internationalen Kreis von Gelehrten in Rom am 21. April 1829 zurück. Heute unterhält das Institut außer der Zentrale, der Eurasien- und Orient-Abteilung in Berlin drei Kommissionen im Inland (Frankfurt, München, Bonn) und neun Abteilungen bzw. Außenstellen im Ausland (Rom, Athen, Kairo, Istanbul, Madrid, Bagdad, Teheran Sanaa, Damaskus) mit über 250 Beschäftigten.

Zur Feier seines Jubiläums veranstaltet das DAI den internationalen Kongreß »ARCHÄOLOGIE AKTUELL. Moderne Forschung - Globale Partnerschaft« vom 11. bis 13. 11.2004 im Besucherzentrum des Auswärtigen Amts. Der Kongreß zeigt die traditionsreiche und gleichzeitig hochaktuelle sowie kulturpolitisch bedeutsame Arbeit des DAI auf. 33 Referenten aus aller Welt machen anhand ihrer weit gefächerten Themengebiete die internationale Vernetzung des DAI deutlich.

Im Laufe der drei Kongreßtage entsteht so ein facettenreiches Bild des weltweit agierenden DAI und der sich wandelnden archäologischen Wissenschaft. Die Redner geben gleichzeitig Einblick in die unterschiedlichsten Fragestellungen und Methoden der heutigen Archäologie und beleuchten dabei eine Zeitspanne, die von der Steinzeit bis in das frühe Mittelalter reicht.

Der Kongreß richtet sich neben dem Fachpublikum auch an eine interessierte Öffentlichkeit, weshalb der Großteil der Vorträge in deutscher Sprache gehalten wird, einige in englisch und französisch. Die Beiträge von russischsprachigen oder chinesischen Kollegen werden simultan übersetzt.

Am 11. November wird Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, einen Abendvortrag im Berliner Rathaus halten. Im Rahmen dieser Festveranstaltung wird die höchste Auszeichnung des DAI, die 1929 zur Hundertjahrfeier des Instituts gestiftete Winckelmann-Medaille, an das American Institute of Archaeology, vertreten durch seine Präsidentin, Prof. Dr. Jane C. Waldbaum, verliehen.

Begleitend zum Kongreß präsentiert das DAI im Lichthof des Auswärtigen Amtes vom 10. bis 28.11. 2004 die Ausstellung »Zwischen Kulturen und Kontinenten« 175 Jahre Forschung am Deutschen Archäologischen Institut. Die Ausstellung stellt die vielfältigen und weitgespannten Arbeitsgebiete der Abteilungen des Instituts sowie zahlreiche aktuelle Forschungsprojekte auf großformatigen Postern vor, darunter auch die wichtigen, traditionsreichen Grabungen des DAI an so weltberühmten archäologischen Stätten wie Olympia, Pergamon und Baalbek.

 

Quelle: DAI

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