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Nachrichten aus der Archäologie

Uralte menschliche DNA enthüllt verborgene Verbindungen im Europa der Eiszeit

Höhle von Isturitz

Vor mehr als 30.000 Jahren waren Menschen, die zu einer der bedeutendsten paläolithischen Kulturen Europas (dem Gravettien) gehörten, stärker miteinander vernetzt als bisher angenommen. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Wien hat neue genetische Belege für weitreichende Verbindungen zwischen diesen Bevölkerungsgruppen entdeckt. Die Studie kombiniert Genomdaten von seltenen menschlichen Überresten mit menschlicher DNA, die in Höhlensedimenten erhalten geblieben ist.

Gut erhaltene Hölzer des Sperrwerks
Das Sperrwerk bei Reesholm: Unterwasserdenkmal wird weiter erforscht
Das frühmittelalterliche Sperrwerk bei Reesholm liegt in der Schlei zwischen Reesholm und der Untiefe Kockbarg und damit sowohl auf dem Gebiet der Gemeinde Borgwedel als auch der Gemeinde Schaalby. Die heute vollständig unter Wasser liegenden Reste gehören zum UNESCO-Welterbe Archäologischer Grenzkomplex Haithabu und Danewerk. Erhalten sind unter anderem mächtige hölzerne Pfahlsetzungen und Kastenkonstruktionen. Weiterlesen
| Denkmalschutz
Mammutknochen
Neue Entdeckungen an der mehr als 30.000 Jahre alten Fundstelle Breitenbach im Süden Sachsen-Anhalts
Sie ermöglicht einen Blick in die Altsteinzeit: Die Freilandfundstelle Breitenbach ist bereits seit rund 100 Jahren bekannt. In diesem Jahr konnten erstmals seit 1927 wieder größere Anhäufungen von Mammutknochen freigelegt werden. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass anders als bisher angenommen nicht nur fossiles Elfenbein verarbeitet wurde, sondern eine aktive Jagd auf Mammuts stattfand. Ausgrabungen nach modernen Standards erbringen seit 2009 im Rahmen eines Kooperationsprojekts des Archäologischen Forschungszentrums und Museums für menschliche Verhaltensevolution MONREPOS, einer Einrichtung des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA), mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt ganz neue Einblicke in steinzeitliche Lebenswelten. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Grubenbefund mit spätbronzezeitlicher Keramik
Ein neuer Gebäudebefund beim "Königsgrab" von Seddin
Gebäude in der jüngeren Bronzezeit sind – in allen Regionen und Hausbaulandschaften – immer langrechteckig gebaut. Nicht so in Seddin: Der im September 2026 freigelegte Grundriss besitzt Abmessungen von 10,6 m in Nord-Süd und 11,4 m in West-Ost-Ausrichtung. Er ist damit annähernd quadratisch und übertrifft in der Breite sogar die "Halle des Königs". Weiterlesen
| Ausgrabungen
Kurz notiert

Gemeinsames römisches Erbe wird erlebbar

Eckturm und Stadtmauer des LVR-APX

Neues Interreg-Förderprojekt gestartet

Deutsche und niederländische Partner machen in einem neuen Projekt die gemeinsame römische Vergangenheit sichtbar. Seit dem 1. Oktober 2026 bündeln sie ihre Kräfte für dieses innovative Vorhaben. Das Team erschafft bis Mitte 2029 eine digitale Infrastruktur, die unterschiedliche Elemente der römischen Kulturlandschaft durch erweiterte und virtuelle Realitäten (AR/VR) zum Leben erweckt. Dazu gehören Teile des UNESCO-Welterbes "Niedergermanischer Limes" mit seinen militärischen Grenzsicherungen sowie zivile Städte, Bestattungsplätze und Heiligtümer. Sie erlauben tiefe Einblicke in das Leben vor 2000 Jahren.

Aloe als Balsamierungsmittel
Altägyptische Einbalsamierung: Neue Erkenntnisse aus Molekülanalysen und historischen Schriftquellen
Welche Materialien verwendeten die alten Ägypter zur Einbalsamierung ihrer Verstorbenen? Und wie lässt sich die Zusammensetzung dieser Stoffe noch Jahrtausende später rekonstruieren? Um diese Fragen zu untersuchen, hat ein interdisziplinäres Forschungsteam der Philipps-Universität Marburg moderne Naturstoffanalytik mit Ägyptologie und Pharmaziegeschichte verbunden. Weiterlesen
| Aus aller Welt
Ausgrabung am Checkpoint Charlie
Archäologische Grabung am Checkpoint Charlie – Bauliche Reste der ehemaligen DDR-Grenzübergangsstelle freigelegt
Bei Suchgrabungen der Stiftung Berliner Mauer an der Kreuzung zwischen Friedrich- und Zimmerstraße am ehemaligen Checkpoint Charlie wurden mehrere bauliche Überreste der DDR-Grenzübergangsstelle gefunden: Es kamen Spuren der früheren Grenz- und Kontrollanlagen zum Vorschein, darunter Teile der Begrenzungsmauern, Asphaltflächen sowie das Fundament der Führungsstelle der DDR-Grenztruppen aus den Jahren 1985 bis 1989. Zudem wurden Teile einer Fahrzeugsperre freigelegt, die nach der Panzerkonfrontation im Oktober 1961 errichtet wurde. Weiterlesen
| Ausgrabungen

Die neuesten Artikel

Zwischen Bronze und Stahl
Der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit gilt als eine der tiefgreifendsten technologischen Umbruchsphasen der europäischen Urgeschichte. Lange wurde dieser Wandel als vergleichsweise klarer Bruch verstanden: Bronze verliert an Bedeutung, Eisen setzt sich allmählich durch. Neuere Forschungen zeichnen jedoch ein deutlich differenzierteres Bild, in dem alte und neue Werkstoffe über längere Zeit parallel genutzt, angepasst und weiterentwickelt wurden. Zwei aktuelle Studien aus der westlichen Iberischen Halbinsel liefern hierzu neue, sich ergänzende Einblicke - ausgehend von einem einzelnen Werkzeugfund bis hin zu monumentalen Steinskulpturen.
ForschungSüdeuropaPortugalSpanienUrgeschichteBronzezeitEisenzeitExperimentelle ArchäologieTechnologie
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Zwei römische Patrouillenboote der Erlanger Universität im Test
Rekonstruktionen historischer Schiffe im Maßstab 1:1 bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Mit der Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und der Danuvina Alacris entstanden in den letzten Jahren zwei Nachbauten, die den historischen Vorbildern besonders nahekommen und 500 Jahre Bootsbautradition des römischen Militärs nördlich der Alpen repräsentieren. Anhand der beiden von der Friedrich-Alexander-Universität rekonstruierten römischen Boote zeigt sich, wie solche Nachbauten wertvolle Erkenntnisse liefern können. Ein Artikel von Boris Dreyer.
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