610 Archäologie-Videos
Vorstellung des Australopithecus-Fundes »Kadanuumuu« (KSD-VP-1/1)
Dr. Yohannes Haile-Selassie vom Cleveland Museum of Natural History stellt in diesem Video das in Äthiopien neu entdeckte Skelett eines Australopithecus afarensis vor. Das Skelett bekam von den Entdeckern den Spitznamen »Kadanuumuu«, was in der Sprache des äthiopischen Afar-Volkes »großer Mann« bedeutet. Dieser Vormensch ist 3,6 Millionen Jahre alt und ging damals bereits aufrecht. (englisch, 05:39)
Der Aalstecher
Kurzdokumentation über die Erforschung von Siedlungen der spätmesolithischen Ertebølle-Kultur (5./6. Jahrtausend v. Chr.), die während der damaligen Zeit an der Küste lagen, heute aufgrund klimatischer Veränderungen jedoch einige Meter tief unter dem Meeresspiegel liegen. Der Experimentalarchäologe Harm Paulsen demonstriert in dem Film die Jagd mit einem steinzeitlichen Fischfanggerät, dem Aalstecher. (10:08)
Ausgrabung in bronzezeitlichem Bergwerk
Montanarchäologen aus dem Team des Mineralogen Dr. Gert Goldenberg (SFB HiMAT, Uni Innsbruck) legen unter Tage bronzezeitliche Bergbauspuren frei. Das Bergwerk im Maukental bei Radfeld (Tirol) wurde um 1.000 v.Chr. angelegt, um kupferhaltiges Fahlerz zu gewinnen. In der frühen Neuzeit wurde in der Grube erneut nach dem Erz gesucht, um das ebenfalls im Erz enthaltene Silber zu gewinnen. Da die Ausbeute zu gering war, gaben die neuzeitlichen Bergleute bald wieder auf, weshalb bronzezeitliche Abbauspuren bis heute erhalten blieben. Im Video werden die Arbeiten vorgestellt. (03:58)
Montanarchäologische Ausgrabung Schwarzenberg 2007/2008
Mineraloge Dr. Gert Goldenberg von der Uni Innsbruck stellt die montanarchäologische Ausgrabung einer Erzaufbereitungsanlage am Schwarzenberg bei Brixlegg (Tirol) vor, bei der u.a. zwei spätbronzezeitliche Holztröge gefunden wurden. Solche Holztröge wurden - ähnlich wie beim Goldwaschen - verwendet, um das kupferhaltige Fahlerz vor der Verhüttung anzureichern. (05:20)
Boppard - frühkeltische Grabhgügel und römischer vicus
Oberhalb des Rheintales bei Boppard (Rhein-Hunsrück-Kreis) gruppierten sich zahlreiche Grabhügel entlang eines prähistorischen Höhenweges. In römischer Zeit wurde der alte Höhenweg über dem Rheintal zu einer der wichtigsten Fernstraßen an Mittelrhein und Mosel ausgebaut. Die römische Siedlung bei Boppard lag zunächst am auf dem Schwemmkegel des Mühlbaches, an der römischen Rheintalstraße und nicht weit vom Ufer des Wasserweges Rhein. Das Video zeigt die keltischen und römischen Zeugnisse im Raum Boppard in Fotos, Karten und 3D-Rekonstruktionen. (03:36)