Tod im Schacht

Der Abstieg in die Tiefe endete für den Münsteraner Studenten Tobias Esch mit einer Überraschung: Auf der Sohle eines mehr als acht Meter tiefen Schachtes stieß er auf ein menschliches Skelett, einen Lederbeutel, Schmuckgegenstände und eine große Zahl antiker Münzen.

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Der Fundort, der den Zugang zu einem verzweigten Abwasserkanal bildet, liegt auf dem Gelände der antiken Großstadt Alexandria Troas in der heutigen Westtürkei, die von der Forschungsstelle Asia Minor der Universität Münster untersucht wird.

Schon einige Jahren graben die Wissenschaftler aus Münster unter der Leitung des Althistorikers Prof. Dr. Elmar Schwertheim und des Archäologen Prof. Dr. Hans Wiegartz in Alexandria Troas, in der heutigen Westtürkei. Doch nun haben sie eine der seltenen Genehmigungen der türkischen Regierung, die es ihnen erlaubt in eigener Regie Grabungen in dieser antiken Stadt durchzuführen.

In den bisherigen Kampagnen wurde mit geophysikalischen Methoden und Suchschnitten das rechtwinklige Straßensystem der Stadt rekonstruiert, ein in seiner Form ungewöhnlicher Podiumtempel sowie das eindrucksvolle Osttor freigelegt.

Dieses Jahr standen neben weiteren Sondageschnitten wurden vorallem Restaurierungsarbeiten am Osttor im Vordergrund, für die extra ein Steinmetz aus Münster mitgenommen wurde. Und natürlich tauchte der Tote aus dem Schacht auf.

Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel im Fundpunkt.

 

Quelle: Uni Münster

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