Studenten entwickeln neue Konzepte für Römermuseum

Besucher des Römermuseums Schwarzenacker im Saarland dürfen sich auf neue Erlebnisse in der antiken Stätte freuen: Studenten der Saar-Universität haben im Rahmen einer Lehrveranstaltung neue Besucherkonzepte für einzelne Themen im Museum entwickelt.

Nachrichten durchblättern
Blick in den Säulenkeller im Römermuseum Schwarzenacker (Foto: Lokilech/ CC BY-SA 3.0)
Blick in den Säulenkeller im Römermuseum Schwarzenacker (Foto: Lokilech/ CC BY-SA 3.0)

So kann man künftig nicht nur mithilfe einer Smartphone-App verschiedene Routen durch die Ausgrabung einschlagen, sondern auch eine virtuelle Rekonstruktion des Merkur-Tempels bewundern oder sich interaktiv von einem römischen Arzt behandeln lassen. Die Ergebnisse der wurden am heutigen Freitag, den 22.7.2011 vorgestellt.

Neue Konzepte zur Vermittlung historischer Inhalte haben die Studenten aus den Studiengängen Geschichtswissenschaften und Historisch Orientierte Kulturwissenschaften in diesem Sommersemester entwickelt. Unter der Leitung der Saarbrücker Wissenschaftlerin Christine van Hoof und Diplom-Designer Edgar Brück von der Hochschule RheinMain haben sie sich dazu in fünf „Public History Service Companies " organisiert und bestimmte Aspekte des Römermuseums in Schwarzenacker unter die Lupe genommen. „Aufgabenstellung war, den Besuchern das Leben im römischen Vicus mithilfe neuer Medien, interaktiver Anwendungen und mit innovativen Erlebniskonzepten noch besser und realitätsnäher zu vermitteln", erläutert Christine van Hoof. Unterstützt wurden die Studenten dabei auch von Prof. Klaus Kell vom Römermuseum Schwarzenacker.

Die „AnJuKa GmbH" will beispielsweise für eine bessere Orientierung im Römermuseum sorgen und hat neben einem überarbeiteten Beschilderungskonzept auch eine Smartphone-App mit verschiedenen Routen durch die Ausgrabung erarbeitet. „Merkur" hat sich mit dem gallo-römischen Tempel auseinandergesetzt und unter anderem eine virtuelle Rekonstruktion mit vielen Informationen erstellt. „AND" hat „Mercatura", ein Rollenspiel zum Handel im Vicus entwickelt, das auf der gesamten Ausgrabungsfläche stattfinden soll. Konzepte zum Thema „antike Medizin" hat „Klio" erarbeitet. Dazu gehört ein interaktives Quiz über römische Behandlungsmethoden mit einem virtuellem Arzt. Außerdem haben die Unternehmer von „Klio" einen medizinischen Kräutergarten geplant und Riechkästchen für die Besucher vorbereitet. Dass auch Essen und Trinken ein wichtiger Bestandteil römischen Lebens war, beweist die „Bacchus AG". Neben einem römischen Weinfest und Buffet, das die Unternehmer nach Voranmeldung für Besuchergruppen anbieten, werden die Teilnehmer passend eingekleidet, erleben einen kleinen Vortrag durch den Wirt „Capitolinus" und opfern vor dem Fest am Tempel.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben