Steinkistengrab mit Rinderbestattung gefunden

Im Kreis Quedlinburg fanden Archäologen des Landesamtes für Archäologie Sachsen-Anhalt ein rund 5000 Jahre altes Ensemble aus sieben Rinderbestattungen und einem völlig intakten Steinkistengrab

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, wie yahoo.com berichtet

Die für den Bau des Grabes verwendeten Steinplatten wiegen bis zu 800 Kilogramm und wurden über etliche Kliometer herantransportiert. Bestattet wurde darin ein erwachsener Mann, dem neben drei Keramikgefäße, zwei Steinbeile und mehreren kleinen Silexgeräten auch ein Schweinekopf mit ins Grab gegeben wurde.

Durch die unmittelbare Nähe der Rindderbestattungen zum Grab gehen die Archäologen davon aus, daß es sich hierbei ebenfalls um Opferbeigaben für den Verstorbenen handelt. Dieser für jene Epoche ungewöhnliche Beigabenreichtum macht es für die Archäologen wahrscheinlich, daß der Tote zu Lebzeiten eine hochstehende Persönlichkeit war.

Da aus dieser Zeit, der sog. Kugelamphorenkultur, bisher sehr wenig bekannt ist und das Ensemble aus Grab und Rinderbestattungen in Deutschland momentan einzigartig ist, stellt dieser Fund eine kleine Sensation dar.

Kommentare (1)

  • Inger Ihde
    Inger Ihde
    am 09.08.2003
    Mir scheint hier ein kultisches Begräbnis vorzuliegen.
    Welche Anordnung hatten die Gefäße und Geräte zu der männlichen Leiche?
    Ist die Leiche auf Verletzungen hin untersucht worden, die auf einen Ritualmord hinweisen können?
    Da die Steinplatten herangeschleppt worden waren, ist eine Bestattung nach eidätischen Gesichtspunkten möglich. Um das in Erwägung ziehen zu können, ist ein "Lageplan" für weitere Spekulationen nützlich.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Inger Ihde

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