Rotondi Award 2001 für Prof. Manfred Korfmann

Dem Troja-Forscher Prof. Manfred Korfmann vom Institut für Ur-und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen wurde am 9. Juni 2001 im italienischen Sassocorvaro der Rotondi Award 2001 in der Kategorie "Europa" verliehen.

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Korfmann wird für seine Verdienste um die Ausgrabungen in Troja geehrt.

Unter Korfmanns Leitung wurden die Ausgrabungen 1988 - nach 50jähriger Pause - wieder aufgenommen. Die Ausgrabungen führten dazu, dass die Landschaft um Troja 1996 mit über 80 wichtigen Sehenswürdigkeiten zum Nationalpark erklärt und in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. Auf Korfmanns Initiative geht auch die Troja-Ausstellung zurück, die bisher 200.000 Besucher erreichte.

Korfmanns Initiativen galten stets dem Bemühen, so das Urteil der Jury, die gemeinsamen kulturellen Wurzeln der westlichen und der türkischen Kultur aufzuzeigen, die beide in Anatolien liegen.

Mit dem Preis erinnert die italienische Organisation mit dem Namen "Arca dell´Arte" an Pasquale Rotondi, der während des Zweiten Weltkrieges in Sassocorvaro zahlreiche Kunstwerke vor der Zerstörung bewahrte. Der Preis wird jährlich von einer Jury aus Kunsthistorikern, Kulturmanagern und Künstlern für herausragende Bemühungen um die Bewahrung von Kunst- und Kulturdenkmälern vergeben.

 

Quelle: Uni-Tübingen (idw)

Kommentare (2)

  • Dirk
    Dirk
    am 25.05.2002
    Die Ausgrabungen in Troja sind super.
    Ich war dieses Jahr schon dort!
    Auch das nachgebaute Holzpferd ist dort zu sehen.
    Ob es es gab oder nicht ?
  • Helmut
    Helmut
    am 14.05.2004
    Ich bin Hobbyarchäologe und kenne die Forschung in Troja nur aus der Presse.Herrn Prof.Korfmann habe ich kürzlich kennengelernt und eine längere Unterhaltung mit ihm geführt.Eine faszinierende Persönlichkeit,der ich die Auszeichnung von Herzen gönne!

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