Qatna-Schätze auf dem Rückweg nach Syrien

Seit Mitte dieser Woche treten die rund 450 einmaligen Funde, die fast allesamt aus der Königsgruft in Qatna stammen, ihre Heimreise nach Syrien an. Insgesamt 116.500 Besucher sahen die Große Landesausstellung „Schätze des Alten Syrien – Die Entdeckung des Königreichs Qatna“ im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart.

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Königsfiguren aus der Vorkammer der Gruft in Qatna
Königsfiguren aus der Vorkammer der Gruft in Qatna, 1. Hälfte des 2. Jahrtausend vor Christus (© Landesmuseum Württemberg, Stuttgart, Foto: Hendrik Zwietasch / Peter Frankenstein)

Erstmalig konnten die Besucher der Ausstellung die sehenswerten Funde betrachten, die Professor Peter Pfälzner, gemeinsam mit Professor Daniele Morandi Bonacossi und Dr. Michel Al-Maqdissi 2002 bei seiner Ausgrabungstätigkeit in Qatna zu Tage gefördert hat. Die kostbaren Objekte aus einer unberaubten Königsgruft lieferten neue Erkenntnisse über Kriege und Diplomatie, Handelsbeziehungen, Kulte, Religion und den Alltag in Qatna. Im September 2009 gelang Pfälzner ein zweiter Coup: die Entdeckung einer weiteren unberührten Felsengruft auf dem Palastgelände, vermutlich die letzte Ruhestätte von Mitgliedern der Königsfamilie oder des Hofstaats.

Professor Cornelia Ewigleben, Direktorin des Landesmuseums Württemberg, zieht eine überaus positive Bilanz der Ausstellung und zeigt sich über den großen Besucherzuspruch an einer eigentlich eher unbekannten Kultur erfreut. Die fast schon filmreife archäologische Entdeckungsgeschichte hat hierbei sicherlich dazu beigetragen.

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