Niemann im Vorstand des Deutschen Vereins zur Erforschung Palästinas

Traditionsreiche Forschungsgesellschaft wählt Rostocker Bibelwissenschaftler in den Vorstand

Dr. Hermann Michael Niemann, Professor für Altes Testament und Biblische Archäologie an der Theologischen Fakultät der Universität Rostock wurde am Wochenende einstimmig in den Vorstand des Deutschen Vereins zur Erforschung Palästinas gewählt.

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Der Deutsche Verein zur Erforschung Palästinas e.V. gehört zu den ältesten Forschungsgesellschaften in Deutschland. 1877 gegründet, hat er sich der Förderung und eigenen Durchführung von archäologischen, topographischen, ethnologischen, philologisch-literarischen, religionsgeschichtlichen und naturkundlichen Studien zur Geschichte und Kultur Palästinas gewidmet.

Professor Niemanns Forschung gilt vorrangig der Biblischen Archäologie und der Kulturgeschichte Israels und seiner Nachbargebiete in der Antike. Seit 1995 hat er jährlich archäologische Oberflächenuntersuchungen und Ausgrabungen westlich von Jerusalem, in Galiläa, in dem von Fachleuten als "Troja Palästinas" bezeichneten Ort Megiddo sowie in Südwestisrael unternommen. 2007 begann er im Südwesten des Landes mit israelischen und kanadischen Kollegen ein neues Ausgrabungsprojekt (Qubur al-Walayidah). "Die Ergebnisse archäologischer Ausgrabungen tragen wesentlich zur Erhellung der sozialen, wirtschaftlichen, politischen und religiösen Geschichte der Region bei, in der die Bibel entstand. Sie verhelfen zu einer besseren Kenntnis der Hintergründe der Entstehung wie auch einem vertieften Verständnis biblischer Texte", sagt Dr. Niemann.

Die Aufmerksamkeit des Vereins zur Erforschung Palästinas gilt auch den benachbarten Regionen und Kulturen und erstreckt sich von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Der mit seinen mehreren hundert Mitgliedern über Deutschland und Europa hinausreichende Verein gibt eine Zeitschrift und eine Buchreihe heraus und führt regelmäßig wissenschaftliche Kolloquien durch. Ausgrabungen in der Verantwortung des Vereins bzw. einzelner Mitglieder fanden unter anderem in Jerusalem, Megiddo und zurzeit auch in Jordanien statt.

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