Neue Forschungsstation für Quartärpaläontologie in Weimar

Die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft mit Hauptsitz in Frankfurt/Main hat in Weimar eine neue Forschungsstation eröffnet.

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In der Jakobsvorstadt, dem ältesten Siedlungsgebiet der Stadt Weimar, direkt neben der im Barockstil gehaltenen Jakobskirche, trifft nun Weimarer Historie auf Erdgeschichte.

Die ehemalige Weimarer Kinderklinik bietet nun 2000 m² Nutzfläche für acht Sammlungsmagazine, in denen etwa 60.000 Funde aus 130 Fossilvorkommen lagern, die eine Zeitspanne von vor 2 Millionen Jahren bis etwa 10.000 Jahre vor heute repräsentieren. Europas größte eiszeitliche Sammlung ist Grundlage für die wissenschaftliche Rekonstruktion der Entwicklungsgeschichte der Tier- und Pflanzenwelt des Eiszeitalters sowie der Veränderungen von Ökosystemen und des Klimas.

Aus thüringischen Fundstädten geborgene Waldnashörner, Hyänen, Flusspferde, das Teilskelett eines Riesengeparden und Funde von Riesen-Rotwölfen lassen eine gänzlich andere Welt vor dem geistigen Auge entstehen, als wir sie heute von Europa kennen. In den neuen Speziallaboren werden neben Funden von Großsäugern auch fossile Federn, Vogeleier und filigran inkrustierte pflanzliche Fossilien untersucht.

 

Mehr Informationen zur Senckenberg Gesellschaft finden Sie unter:

www.senckenberg.de

 

SNG

Kommentare (1)

  • Oliver
    Oliver
    am 29.09.2005
    Ich glaube der Link stimmt nicht ganz.

    Gruß
    Oli


    Der Fehler im Link wurde korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis.
    Redaktion
    Archäologie Online

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