Neolithische Plastiken gefunden

Fragmente einer Tier- und einer Menschenfigur aus Ton kamen bei Ausgrabungen im niedersächsischen Hevensen ans Licht. Funde in dieser Kombination gibt es nur selten.

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Bei Ausgrabungen im Zuge des Baus einer Erdgasleitung legten Archäologen unter Leitung von Claus Dobiat mehrere Hausgrundrisse einer 7.000 Jahre Siedlung frei. Außer linienbandkeramischen Gefäßscherben und Steinwerkzeugen fanden die Wissenschaftler dabei auch Fragmente einer menschlichen Tonfigur und einer Tierplastik aus dem gleichen Material, die anscheinend ein Schwein darstellt. Die Ausgräber gehen davon aus, dass der Fund kultischen Hintergrund hat. Es könnte es sich natürlich auch um ganz profanes Spielzeug handeln.

Kommentare (5)

  • René
    René
    am 10.08.2007
    Gut das es mal jemanden gibt, der nicht nach den archäologen Spruch denkt ".. wenn Du nicht weist, was es ist, ist es kultisch!.."
  • sue
    sue
    am 13.08.2007
    Nee, der Spruch heißt, "was du nicht gleich erklären kannst, das sieh ruhig als kultisch an"

    ein bisschen reim muss schon sein
  • volkerheinitz
    volkerheinitz
    am 21.10.2007
    Interessant wäre es zu erfahren, wie diese Datierung von 7000 Jahren zustand kommt. Die Bandkeramik/Neolithikum ist meines Er-achtens viel zu früh angesetzt. In einem Buch: "Germanica unsere Vorfahren von der Steinzeit bis zum Mittelalter"; Weltbildverlag 2006 wird ein Brunnen mit Eichenholzbohlen-Einbau aus der Bandkeramik-Zeit bei Erkelenz -Kückhoven (NW) aufgeführt. Entdeckung 1990, dendrochronologisch auf 5089 v.Chr datiert. Unabhängig davon, daß zwischen Baumfällen und Brunnenbau mehr als ein Jahr gelegen haben kann, verweise ich auf eine komplexe Lektüre: C14-Crash - oder das Ende der lllusion, mit Radiokarbonmethode und Den-drochronologie datieren zu können; (IT&W-Verlag 2000). Inhalt dieses Buches ist der Beweis, mittels beider sogenannter naturwissenschaftlicher Methoden stets zu methodisch falschen (nicht im Sinne von ungenauen) Ergebnissen zu kommen.
  • Hedi Fuchs
    Hedi Fuchs
    am 16.12.2007
    Warum sollte dieses Schwein nicht kultischer
    Gegenstand gewesen sein ? Ich verweise
    auf das Buch "Die weiße Göttin" von Robert
    Ranke-Graves, in dem er die Göttin Cerridwen
    beschreibt, die in der Gestalt einer Sau dar-
    gestellt wurde. ... auch Schweine wurden
    mal als Göttin verehrt ! Nicht zum Lachen,
    s´ist sau-ernst. Als ur- und frühgeschicht-
    liche Interessierte, suche ich nach allen kul-
    tsichen Mustern vor der Christianisierung.
  • Manfred
    Manfred
    am 22.12.2007
    Ob nun 7000 J. alt oder nicht, Kinder gab es immer.Ich vermisse bei den ganzen Grabungen übrigens die Hinweise auf Kleinkinder.Sicher könnten etliche Funde die kultischer Herkunft abstammen sollen den Kindern zu geordnet werden.

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