Mythos Staufer - Landauer Staufertagung 2005

 

Bereits zum fünften Mal werden sich Stauferspezialisten aus aller Welt in Landau/Pfalz treffen. Die Tagung, die vom 1. bis 3. Juli 2005 an der Universität in Landau stattfinden wird, steht unter dem Rahmenthema "Mythos Staufer"

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. Veranstalter sind das Institut für Kunstwissenschaft und das Historische Seminar der Universität in Landau sowie die Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Speyer. Im Mittelpunkt der Tagung sollen einerseits verschiedene Epochen, andererseits verschiedene Arten der Mythosbildung stehen. "Wichtig erscheint es, Monumente, künstlerische Objekte und literarische Texte mit einzubeziehen, erklärt der Landauer Kunstwissenschaftler Prof. Dr. Volker Herzner.

Der Mythos der Staufer sei keineswegs nur im 19. Jahrhundert und in der wilhelminischen Zeit zu finden. Die Mythisierung des Geschlechts beginne bereits in der Stauferzeit selbst. Die Auseinandersetzung mit staufischem Erbe sei z.B. in der Anjou-Zeit in Süditalien, in der Ausmalung der Würzburger Residenz oder der Ausstattung des Schlosses von Caserta festzustellen. Die Mittelalterforschung des 19. Jahrhunderts beschäftigte sich unter unterschiedlichen konfessionellen Voraussetzungen mit der mittelalterlichen Geschichte. Im 20. Jahrhundert seien die Staufer politisch vielfältig instrumentalisiert worden, so Herzner. Bauten wie Castel del Monte gerieten ikonographisch-ideologisch immer stärker ins Blickfeld, ungeachtet nahezu gleichzeitig einsetzender bautechnischer Untersuchungen. Das Jubiläumsjahr für Friedrich II. (1194-1994) könne abschließend noch immer nicht beurteilt werden.

Weitere Informationen finden Sie im im Internet unter www.landauer-staufertagung.de

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