Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg identifiziert 2.400 Jahre alte Vogelmumie als altägyptisches Objekt

Im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg ist eine Vogelmumie aus einer privaten Schenkung neu untersucht und als altägyptisches Objekt identifiziert worden. Ursprünglich war der Fund als Moorfund übergeben und eingeordnet worden. Neue wissenschaftliche Analysen deuten nun darauf hin, dass die Mumie rund 2.400 Jahre alt ist und aus dem Alten Ägypten stammt.

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Ägyptische Vogelmumie
Die Vogelmumie gelangte durch private Schenkung ins Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg. Mensch Oldenburg, Foto: Armelle Devillez © Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

Zum Einsatz kamen unter anderem eine Radiokarbondatierung (C14), mikroskopische Untersuchungen sowie eine Computertomographie (CT). Ergänzend wurde die Vogelmumie mit vergleichbaren Falkenmumien aus anderen Sammlungen, wie dem RPM Museum Hildesheim, verglichen. In Kooperation mit dem Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Hamburg wurde die Mikroskopanalyse durchgeführt.

Die CT-Untersuchung erfolgte in Kooperation mit dem Radiologischen Zentrum Oldenburg der miungo radiologie GmbH. Sie ermöglichte erstmals eine zerstörungsfreie Untersuchung des Inneren der Mumie und sollen Erkenntnisse zur inneren Struktur, zur Bestimmung der Vogelart sowie zur Mumifizierungstechnik liefern und Hinweise auf den kulturhistorischen Kontext geben, z. B. religiöse Praktiken, den Umgang mit Tieren im Alten Ägypten sowie mögliche Formen kultischer (Massen-)Tierhaltung.

Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen 2027 in einer Publikation des Museums veröffentlicht werden.