Kunstwerke aus der Eiszeit

Prof. Nicholas Conard vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Tübingen stellt in der aktuellen Ausgabe von Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterNature drei neue Funde eiszeitlicher Kunst vor

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, die bei Ausgrabungen unter seiner Leitung in der Höhle "Hohle Fels" bei Schelklingen auf der Schwäbischen Alb gemacht wurden. Die drei Skulpturen aus Mammutelfenbein, ein Pferdekopf, ein Wasservogel und ein kleiner Löwenmensch, sind älter als 30.000 Jahre und zählen damit zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit. Sie sind ein weiterer Beleg dafür, dass in dieser Zeit die Region an der oberen Donau ein Zentrum der kulturellen Entwicklung des anatomisch modernen Menschen war.

Kommentare (4)

  • Elmar Wielgosch
    Elmar Wielgosch
    am 18.12.2003
    So erfreulich und interessant diese Funde sind, so störend ist doch das penetrante Schwadronieren über 'Magie' und 'Schamanismus'im Zusammenhang mit derartigen Relikten.
    Die Wahrheit dürfte wesentlich prosaischer sein.
    Wahrscheinlich war ein eiszeitlicher 'Michel von Lönneberga' zugange. Oder aber die Figürchen wurden für solch einen 'Michel' angefertigt...
  • Heinz Brinker
    Heinz Brinker
    am 19.12.2003
    Genau das war auch mein erster Gedanke, als ich die Meldung gelesen habe: Kinderspielzeug. Es wird Zeit, dass auch in der Archaeologie das Prinzip von Occams Messer eingefuehrt wird, das in der Physik so stark verbreitet ist: Je einfacher eine Erklaerung ist, umso wahrscheinlicher ist sie auch richtig.

    Frohes Fest und Guten Rutsch an alle Leser dieses Forums.

    Heinz
  • ak
    ak
    am 19.12.2003
    "Zentrum der kulturellen Entwicklung des anatomisch modernen Menschen " halte ich für übertrieben, aber immerhin wurden hier mit die frühesten figürlichen Darstellungen gefunden.
    siehe auch:
    Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttp://www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/pm/pm2003/pm711.html
  • Verena
    Verena
    am 03.01.2004
    Danke sehr, ak , fuer das link.Schade , dass dieser Artikel nicht hier im A.O. erscheint. V

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