Internationale Tagung für Christliche Archäologie

Die 16. internationale Tagung für Christliche Archäologie findet vom 2. bis 5. Mai in Münster statt. Veranstalter ist die "Arbeitsgemeinschaft Christliche Archäologie zur Erforschung der spätantiken, frühmittelalterlichen und byzantinischen Kultur". Zur Tagung werden rund 200 internationale Fachvertreter im Fürstenberghaus am münsterschen Domplatz erwartet.

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Gastgeber sind Dr. Dieter Korol, Professor für Spätantike/Frühchristliche Archäologie in der Philosophischen Fakultät, und Dr. Peter Maser, Professor für Kirchengeschichte und Christliche Archäologie in der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität.

Die Forschungen auf dem Gebiet der Frühchristlichen Archäologie beginnen bereits im 16. Jahrhundert, vor allem in Italien. Das heutige Arbeitsgebiet dieser Disziplin reicht von den Anfängen des Christentums bis zum Mittelalter und umfasst räumlich die Regionen des spätantiken römischen Reiches und die unter seinem kulturellen Einfluss liegenden Randgebiete.

Einer der Schwerpunkte in Münster bildet die Erforschung des spätantik-christlichen Pilgerheiligtums in Cimitile/Nola (in der Nähe von Neapel), das durch umfangreiche Beschreibungen von Paulinus, römischer Exkonsul und Bischof von Nola Anfang des 5. Jahrhunderts, weltweit bekannt wurde.

Prof. Korol untersuchte dort bereits seit 1987 die frühesten erhaltenen christlichen Wandmalereien, trug entscheidend zur archäologischen Klärung des Komplexes bei und veröffentlichte unter anderem die Geschichte des Grabes des Heiligen Felix aus dem 3. Jahrhundert.

Das umfangreiche Programm sieht neben zahlreichen Kurzvorträgen und Forschungsberichten auch zwei Abendvorträge vor, zu denen die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist:

Am Freitag, 3. Mai um 20.15 Uhr: Dr. Stefan Hauser (Bremen) über "Archäologie und das "vergessene" Christentum im Sasanidenreich"

Am Samstag, 4. Mai, um 20.15 Uhr Prof. Dr. Christine Strube (Heidelberg) über "El Anderin/Androna - Ausgrabung einer römisch-byzantinischen Stadt in der syrischen Wüstensteppe".

Im Zusammenhang mit der Tagung wird am Donnerstag, 2. Mai, um 19.30 Uhr im Foyer des Fürstenberghauses die Ausstellung "Aquileia - Kreuzweg des römischen Imperiums.Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst" eröffnet. Diese Ausstellung kann in der Zeit vom 2. bis 16. Mai und vom 26. Mai bis 30. Juni 2002 im Foyer des Fürstenberghauses besichtigt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.agca.de/

 

Quelle: Uni Münster

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