Homo ercetus ohne Pubertät

Vor ca. 1,5 Millionen Jahren hatten es die Eltern mit ihren Kinder leichter als heute. Eine internationales Team von Anthropolgen um Professor Christopher Dean (University College London) hat in einer Studie herausgefunden, daß Homo erectus nie ein "Teenager" war, sondern schon mit 11 oder 12 Jahren das Erwachsenenalter erreicht hatte.

Nachrichten durchblättern

Überraschend ist dieses Ergebnis, weil Homo erectus der erste menschliche Vorfahre ist, der schon zahlreiche Charakteristika des moderen Menschen aufweist.

Die Untersuchung basierte auf den Zahnfunden eines jugendlichen Homo erectus aus Kenya. Hierbei wurde entdeckt, daß dieses Individuum schon das Zahnwachstum eines Erwachsenen erreicht hatte.

Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe der Nature publiziert.

Kommentare (5)

  • Michael Mallmann
    Michael Mallmann
    am 20.12.2001
    Ich finde es unerträglich, daß die Wissenschaft
    immer wieder "Forschungsergebnisse" veröffentlicht,
    die auf Einzelfunden oder -Untersuchungen basieren.
    Später wird mit aller Macht an diesen Ergebnissen fest-
    gehalten, selbst wenn von anderer Seite ein Gegenbeweis
    erbracht wird, der nicht widerlegt werden kann.
  • Ulrich Hudelmaier
    Ulrich Hudelmaier
    am 26.12.2001
    Wir sind hier in einem Bereich
    der Vorgeschichte, in dem Einzelfunde eineunanagemessen große Rolle spielen. Der Befund ist allerdings nicht verwunderlich. In welchem Alter ist z.B. ein - tradionell lebender - Eskimojunge erwachsen?
  • Jürgen Otto
    Jürgen Otto
    am 08.01.2002
    Es ist sicherlich so,daß der homo erectus vor 1,5 Mill. Jahren über eine kürzere Lebensspanne verfügte und entsprechend ehr geschlechtsreif war.ich halte es aber für großen Unsinn, zu behaupten, daß deshalb die Pubertät ausgefallen ist.
  • Rolf Minkenberg
    Rolf Minkenberg
    am 13.01.2002
    Es handelt sich wohl um ein "neuzeitliches" Problem:alles verkommt zur medienwirksamen Schlagzeile.
    Dabei ist der Fund doch auch ohne Schlagzeile interessant genug und wird später sicher nützlich sein
  • Martin Weidner
    Martin Weidner
    am 20.10.2013
    Der neue Schädelfund in Georgien zeigt, dass es tatsächlich die Tendenz war, aus jedem Einzelfund eine eigene Theorie zu entwickeln, was jetzt aber in Frage steht. Herr Mallmann hat deswegen völlig recht. Hier ist in den letzten Jahrzehnten grundsätzlich etwas schief gelaufen.

Neuen Kommentar schreiben