Graffiti im Theater

Professor Angelos Chaniotis von der Universität Heidelberg hat in der Ruinenstadt Aphrodisias sein Augenmerk auf die kleinen Werke der Steinmetze gerichtet.

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Schon im vierten Jahrhundert nach Christus gab es Graffiti. In die Sitzsteine des Theaters "zeichneten" die Besucher, was sie auf der Bühne sahen: Seiltänzer und Gladiatoren. Doch die Graffiti erzählen auch viel über das religiöse Miteinander und Gegeneinander in der Stadt, die unter dem Schutze des römischen Kaisers Augustus blühte. Die heidnische Doppelaxt und der siebenarmige Leuchter der Juden wurden vor Geschäften eingraviert und von den Christen ausradiert oder mit einem gemeißelten Kreuz überdeckt. Für seine Forschungen wurde Professor Angelos Chaniotis aus dem Seminar für Alte Geschichte der Universität Heidelberg mit dem bedeutenden Landesforschungspreis Baden-Württemberg 2000 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 100 000 Euro dotiert.

Quelle: Uni Heidelberg (idw)

Kommentare (3)

  • Jürgen Plaumann
    Jürgen Plaumann
    am 12.07.2001
    Hört sich interessant an. Insbesondere antike Ritzzeichnungen können einen tieferen Einblick in das Alltagsleben vermitteln. Wo finde ich eine entsprechende Veröffentlichung von Herrn Prof. Chaniotis?
  • Christoph Steinacker
    Christoph Steinacker
    am 18.07.2001
    Unter Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttp://www.uni-heidelberg.de/institute/fak8/sag/htmls/Chaniotis.html gibt es eine Bibliographie der Arbeiten von Prof. Chaniotis. Vielleicht lohnt es sich dort mal nachsehen.
  • Axel Thiel
    Axel Thiel
    am 17.03.2003
    Wir bieten-aus 28 Jahren-im Internet 300 Kapitel zum Thema Graffiti,die 250 Jahre Entwicklung komprimieren:
    Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttp://people.freenet.de/graffitiforschung.de/KSurl.htm

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