Forschungs-Preis an Altorientalist Daniel Schwemer

 

Der Altorientalist Dr. Daniel Schwemer von der Uni Würzburg erhält einen der begehrten Heinz-Maier-Leibnitz-Preise der Deutschen Forschungsgemeinschaft

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(DFG). Im Jahr 2003 werden mit dieser Auszeichnung die Forschungleistungen von bundesweit insgesamt sechs Nachwuchswissenschaftlern gewürdigt, teilt die DFG mit. Die Preise sind mit jeweils 16.000 Euro dotiert.

Daniel Schwemer (33) erforschte im Rahmen seiner Dissertation die altorientalische Götterwelt. Dabei hat er sich auf die Wettergottheiten Mesopotamiens und Nordsyriens spezialisiert. Um sich dieser komplexen Welt aus Mythos, Theologie und Kult anzunähern, musste er eigenständig literarische und ikonographische Quellen aus einer mehr als drei Jahrtausende währenden Kulturgeschichte erschließen. So übersetzte Dr. Schwemer nicht nur keilschriftliche Überlieferungen aus dem Assyrischen und Babylonischen, sondern arbeitete auch mit sumerischen, hethitischen, aramäischen und hebräischen Quellen.

Im Gegensatz zu den bisherigen Götterdarstellungen in der Altorientalistik gab Schwemer seiner Arbeit eine religionshistorische Ausrichtung. Damit sei es ihm gelungen, so die DFG in ihrer Laudatio, kultische Vorstellungen im Zusammenhang mit den Wettergottheiten umfassend zu rekonstruieren.

Im März hat Daniel Schwemer einen Artikel über seine Arbeit im Fundpunkt veröffentlicht.

 

Quelle: Uni Würzburg

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