Exzellenzcluster Topoi vergibt "Journalist-in-Residence"-Stipendium

Der Exzellenzcluster Topoi bietet Journalisten aus dem In- und Ausland mit dem Schwerpunkt Altertumswissenschaften, Archäologie oder Geschichte die Möglichkeit zu einem ein- bis dreimonatigen Gastaufenthalt. Bewerbungen mit einem Rechercheprojekt aus dem Themenspektrum von Topoi sind bis zum 15. Februar 2014 möglich.

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Topoi, ein Forschungsverbund von Freier Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema Antike, ermöglicht Interessierten Einblicke in interdisziplinäre Forschungsprojekte, Informationen über den Einsatz neuester Techniken in den Altertumswissenschaften, Teilnahme an Kolloquien und Tagungen, Recherchen in den Bibliotheken und anderen Ressourcen der beteiligten Einrichtungen. Das "Journalist-in-Residence"-Fellowship umfasst darüber hinaus die Möglichkeit zur Hospitation in einem oder mehreren teilweise institutionenübergreifenden Forschungsprojekten. Als Kooperationspartner an Topoi beteiligt sind neben den beiden Universitäten die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, das Deutsche Archäologische Institut, das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Clusters erforschen den Zusammenhang von Räumen und Wissensordnungen in den Kulturen des Vorderen Orients und des Mittelmeerraumes von den frühen Hochkulturen bis zur Spätantike und zum Frühmittelalter. Die Spannweite der Fragestellungen reicht von der Erforschung und Rekonstruktion antiker Landschaften durch die Archäologie und Geowissenschaften über die politisch-soziale Organisation von Räumen sowie ihre Wiedergabe in Bildern und Texten. Das Spektrum reicht bis zu den wissenschaftlichen Konstruktionen von Räumen in der antiken Philosophie und Mathematik.

Die Einrichtung wird seit 2007 aus Mitteln der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert. 2012 wurde die Förderung um weitere fünf Jahre verlängert. Mit dem 2011 gegründeten Berliner Antike-Kolleg wird diese auch international herausragende fächer- und institutionenübergreifende Zusammenarbeit in den Alterstumswissenschaften in eine dauerhafte Struktur überführt.

Kommentare (1)

  • Nicolai Sparfeld
    Nicolai Sparfeld
    am 16.12.2013
    "Embedded Journalist" ?

    Journalisten die sich darauf einlassen, sollten sich klar sein, dass sie damit ihre Unabhängigkeit verlieren, nicht mehr den Blickwinkel eines, um Objektivität bemühten Beobachters besitzen und so nicht mehr ihrem eigentlichen Auftrag nachkommen können: nämlich die Öffentlichkeit, den Bürger, möglichst objektiv zu unterrichten.

    Ich kenne beide Perspektiven. Die des Archäologen und die des Journalisten. Aber, wenn ich mich jetzt, 2013/2014 in diesem Land zwischen beiden Positionen entscheiden muss, schlage ich mich auf die Seite der Journalisten. Denn es ist zur Zeit wichtig, stellvertretend für die Bürger kritische Fragen an die Archäologen zu stellen.
    Es werden zu oft Forschungsgelder für Pseudoprojekte aus dem Fenster geworfen, zu oft wird unwissenschaftlich gearbeitet, aber genausooft fehlen dadurch wichtigen Projekten Geld und Mitarbeiter.

    Ein guter Journalist / eine gute Journalistin, unterstützt von einem guten Redakteur(in) wird für sein Medium bessere Ergebnisse erzielen, wenn er / sie die Fragen stellt, die jeder Bürger an seiner/Ihrer Stelle fragen würde.

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