Ehrenamt auf der Grabung

Für die einen ist es das Kribbeln in der Magengegend, wenn sie die Geschichte spüren. Für die anderen gibt es keine bessere Entspannung, als mit dem Kratzer in der Hand einem winzigen Stück Keramik in der Erde näher zu kommen. Mancher erfüllt sich als ehrenamtlicher Grabungshelfer auch schlicht einen lang gehegten Traum.

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Ute Gröbe deckt eine Grube ab, damit niemand hineinstürzt. Am nächsten Tag wird dann daran weitergearbeitet. (Foto: LWL/Tremmel)
Ute Gröbe deckt eine Grube ab, damit niemand hineinstürzt. Am nächsten Tag wird dann daran weitergearbeitet. (Foto: LWL/Tremmel)

In Haltern in Nordrhein-Westfalen investieren drei von ihnen ganz bewusst ihre Freizeit in Erdschichten, in denen römische Legionen ihre Spuren hinterlassen haben. Bei der Ausgrabung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) leisten sie wertvolle Unterstützung. Ehrenamt mit Schaufel und Kelle oder auch mal eine Schubkarre manövrierend: Das ist nicht nur in diesem Fall ein gegenseitiges Geben und Nehmen. "Wir werden häufig von Menschen in unserer wissenschaftlichen Arbeit unterstützt, indem sie an einer Grabung teilnehmen und dadurch nebenbei auch etwas für sich selbst tun", weiß Ausgrabungsleiterin Dr. Bettina Tremmel. Während die kostenintensive Erforschung der historischen Spuren im Erdreich engagierte und oft fachkundige Unterstützung von den Ehrenamtlichen erhält, profitieren auch die Hobby-Archäologen von ihrem Engagement..

In Haltern eint alle vor allem eine Gewissheit: Sie helfen dabei, jene wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammenzutragen, die für die originalgetreue Rekonstruktion der Bauten im einstigen römischen Hauptlager unerlässlich sind. Ihre Handschrift ist am Ende ein kleiner Mosaikstein, wenn an den Originalorten im künftigen "Römerpark Aliso - Archäologische Baustelle" ein Lagertor und weitere Gebäude wieder auferstehen.

Auch Ute Gröbe geht indirekt in die Halterner Geschichte ein, wenn sie Tag für Tag mit ihren bloßen Händen dabei hilft, die Spuren der Vergangenheit für die Nachwelt zu dokumentieren. Mit Anfang 50 hat die gelernte medizinisch-technische Assistentin eine Auszeit genommen, die sie mit ihrem großen Traum füllt: der Archäologie. "Außerhalb eines Büros an der frischen Luft zu arbeiten, das tut mir gut und macht großen Spaß", sagt sie. Dabei leistet die Erde in Haltern gerade wertvolle Dienste. Statt auf dem Sofa in Archäologie-Sendungen andere zu bestaunen, packt sie jetzt selbst mit an.

Dr. Jürgen Ruppert hat als Wasserwirtschaftler bereits alle beruflichen Herausforderungen gemeistert. Er kennt die Lippe, ihr Gebiet, die Grundzüge der Geologie und die Geschichte des Raumes aus langjähriger beruflicher Tätigkeit gut. Jetzt geht er der Geschichte selbst auf den Grund. Was ihn mit Tacitus beim großen Latinum und beim Anblick des Hermannsdenkmals bereits als Schüler in Detmold faszinierte, ergänzt er jetzt im Ruhestand durch den handgreiflichen Umgang mit den Halterner Sanden und dem Geschiebemergel, angereichert durch die Aussicht auf römische Fundstücke. Am Ende seines einwöchigen Engagements stellt er fest: "Ich wäre gern noch dabei, wenn auf der Grabung ein schöner Fund geborgen wird."

Mit Erde und Boden hat Dr. Martin Preuschoff als Agraringenieur ebenfalls beruflich viel zu tun. Seine private Begeisterung gilt jedoch dem, was sich in der Erde verbirgt. "Archäologie und Ausgrabungen sind schlicht interessant - keine Grabung gleicht der anderen", hat er bei verschiedensten ehrenamtlichen Grabungstätigkeiten beobachtet.

In Haltern kann Preuschoff seiner großen Begeisterung, den Römern, eine Woche lang ganz nahe kommen. Das ist er ohnehin schon über seine Mitgliedschaft im Förderverein des LWL-Römermuseums. Das Schaufeln, Schieben der Schubkarre, das Putzen des Planums oder das schrittweise maßstabsgetreue Zeichnen eines Fundes: "Das ist für mich entspannend, fast schon meditativ - es ist jedenfalls ein Ausgleich zum Büroalltag."

Ehrenamtliche Grabungshelfer werden genauso in den Grabungsablauf und die Arbeitsprozesse integriert wie die übrigen Mitarbeiter. Sie bleiben so lang, wie ihre private Zeit erlaubt. Für die LWL-Archäologie sind sie auch deshalb eine wichtige Unterstützung, weil sie großes Interesse und Begeisterung mitbringen - und weil sie wissen, dass sie mit sensiblen und wertvollen Zeugnissen der Vergangenheit umgehen. "Sie tragen außerdem die Erfahrungen, die sie mit der Archäologie machen, nach außen und sensibilisieren andere für den verantwortungsvollen und respektvollen Umgang mit den Zeugnissen der Geschichte", weiß Dr. Bettina Tremmel

Dr. Martin Preuschoff entspannt sich beim Zeichnen einer mit viel Holzkohlresten verfüllten Abfallgrube. Hier entsorgten die Legionäre ihren Abfall aus den Mannschaftsbaracken. Die Grabung gefällt ihm so gut, dass er im September noch jeweils einen Tag in der Woche kommen will. (Foto: LWL/Tremmel)
Dr. Martin Preuschoff entspannt sich beim Zeichnen einer mit viel Holzkohlresten verfüllten Abfallgrube. Hier entsorgten die Legionäre ihren Abfall aus den Mannschaftsbaracken. Die Grabung gefällt ihm so gut, dass er im September noch jeweils einen Tag in der Woche kommen will. (Foto: LWL/Tremmel)
Seinen Ruhestand füllt Dr. Jürgen Ruppert unter anderem mit der Dokumentation der Halterner Grabungsprofile. Als Wasserwirtschaftler kennt er sich mit der Geologie des Raumes gut aus. (Foto: LWL/Tremmel)
Seinen Ruhestand füllt Dr. Jürgen Ruppert unter anderem mit der Dokumentation der Halterner Grabungsprofile. Als Wasserwirtschaftler kennt er sich mit der Geologie des Raumes gut aus. (Foto: LWL/Tremmel)

Kommentare (11)

  • Berliner Archäologe
    Berliner Archäologe
    am 24.09.2012
    Schön für die Grabungshelfer, wenn sie sich noch durch einen bezahlten Beruf so ein "Hobby" leisten können.
    Dumm nur, dass immer mehr Menschen ins Deutschland in sogenannten "Ehrenämtern" Berufe ausüben, die bezahlt werden müssten.
    Das führt letztendlich auch dazu, dass in immer mehr Berufen unprofessionell gearbeitet wird. Wenn sich die ArchäologInnen selbst disqualifizieren - auf anständigen Grabungen sind selbst die Grabungshelfer Fachstudenten - brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn die Archäologie bald nur noch als ein Hobby und nicht mehr als Beruf ausgeübt werden kann.
    Frau Dr. Tremmel, möchten Sie nicht mal ehrenamtlich als Kindergärtnerin oder als Hauskrankenpflegerin arbeiten? Sie haben zwar vielleicht keine Ahnung von diesen Berufen und sorgen dafür, dass andere Menschen nicht in Lohn und Brot kommen, aber was macht das schon...
    Jeder, der auf meinen Grabungen arbeitet, wird entsprechend anständig bezahlt. Und als Grabungsleiter gehört es auch zu meinem Job dafür zu sorgen, dass meine Crew bezahlt wird. Alles andere ist schäbig. Gerade in der Wissenschaft.
  • Sven Poslednik
    Sven Poslednik
    am 24.09.2012
    Ehrenamtliche Grabungshelfer werden genauso in den Grabungsablauf und die Arbeitsprozesse integriert wie die übrigen Mitarbeiter. Sie werden von den Grabungsleitern geschult und ihren Kenntnissen und Qualifikationen entsprechend eingesetzt. Leider haben die meisten örtlichen Museen und Ämter nicht genügend Geld oder Fördermittel um alle Grabungen durchzuführen. Ehrenamtliche unterstützen da wo die Kapazitäten der Grabungsteams nicht ausreichen. Ohne Sie würden viele Grabungen garnicht durchführbar.Sie bleiben so lang, wie ihre private Zeit erlaubt. Für die Archäologie und die regionalen Museen und Bodendenkmalämter sind sie eine wichtige Unterstützung. Ebenso bringen Sie großes Interesse und Begeisterung mit - und weil sie wissen, dass sie mit sensiblen und wertvollen Zeugnissen der Vergangenheit umgehen. "Sie tragen außerdem die Erfahrungen, die sie mit der Archäologie machen, nach außen und sensibilisieren andere für den verantwortungsvollen und respektvollen Umgang mit den Zeugnissen der Geschichte.
  • P. B.
    P. B.
    am 26.09.2012
    Wenn das Geld nicht da ist, dann wird halt nicht gegraben. Die Bearbeitungskapazitäten entstehen doch auch nicht durch Ehrenamtliche. Die Publikationsschulden deutscher Archäologen sind immens. Es bringt Nichts Löcher aufzureißen und keine Publikation durchzuführen. Dann kanns auch in der Erde bleiben. Die Depots sind voll von unbearbeiteten Fundkomplexen. Gerade die Bodendenkmalämter sollen erstmal Alles vorlegen. Das will aber keiner hören.
    Wenn sich dem Finanzdruck gebeugt wird, öffnet man einer Argumentation für weitere Kürzungen Tür und Tor.
    Es kann doch nicht sein, dass Wissenschaft und Kulturgutsicherung bald quasi nur noch von Ehrenamtlichen durchgeführt wird.
  • Christian
    Christian
    am 26.09.2012
    Tolle Wurst ! Es ist prinzipiell toll, dass es ehrenamtliche Helfer gibt, jedoch wird der jetzt schon vorherrschenden Mentalität vom gratis Grabungshelfer noch mehr Vorschub geleistet.
    Es ist eine Sauerei, dass Studenten, mit oder ohne Abschluss, auf Grabungen fahren, 8 Stunden am Tag arbeiten und dafür nicht mal Fahrtkosten oder Verpflegung bekommen. Ist doch schön, das Landesamt hat billige Arbeitskräfte und bekommt obendrein noch was dafür. Als Student hört man dann immer das gleiche: "Ihr macht das doch für eure Ausbildung".
    Es ist inzwischen Usus geworden, dass Landesämter nicht mal mehr die geringsten Kosten übernehmen. Wohin soll das führen ?
    Das die Landesämter und archäologischen Behörden, wie RGK etc. sich noch lange nicht an die neuen Studienbegebenheiten angepasst haben zeigt doch folgendes Beispiel:
    Es werden Grabungshelfer gesucht, vorzugsweise mit Grabungserfahrung. Leute mit Abschluss wie Bachelor werden nicht genommen.

    Warum wohl...?!? Ist doch klar, man müsste Leute mit BA normal nach Tarif bezahlen. Nur zu dumm, dass Studenten die einen Master machen auch nochmal Pflichtgrabungen haben. Die schauen in die Röhre weil sie keiner mehr nimmt.
    Ist es denn zu viel verlangt, zumindest für Kost und Logis aufzukommen ? Die Leute arbeiten schließlich für ihr Geld...und die Motivation ist ungemein größer, wenn ein Anreiz da ist.
    Aber das haben die Herren/Damen Büroarchäologen in ihren Elfenbeintürmen noch nicht mitbekommen. Die sollen mal überlegen wo sie angefangen haben...
  • Werner Stadler
    Werner Stadler
    am 29.09.2012
    Als vom Grabungsleiter geschulte Grabungshelfer haben meine Frau und ich vor Jahren zwei Wochen in Grumentum (Basilikata) an einer deutsch-österreichischen Universitätsgrabung teilgenommen.
    Es war schwere Arbeit am Decumanus Maximus (Boden steinhart) und an den Thermen, aber auch die Erfüllung eines Traums. Wenn ich im Internet das von uns freigelegte Straßenstück sehe, weiß ich, daß das meinem körperlichen Einsatz sehr wesentlich zu verdanken ist. Bei Gelegenheit schau ich es mir wieder in echt an.
  • Sandra
    Sandra
    am 06.10.2012
    Liebe Archäologen,
    alles bedenkenswerte Punkte. Was Ihr aber noch nicht genannt habt: Ehrenamtliche, die auf einer Grabung die Archäologie gut kennen lernen, können als "Botschafter" fungieren. Sie erzählen ihren Nachbarn, ihren Kollegen und Freunden oder im Verein, dass man Fundorte schützen muss, dass Archäologie nicht hopplahopp geht usw. Das ist unschätzbar wertvoll. Bitte nicht vergessen!!

    Sandra
  • P. B.
    P. B.
    am 09.10.2012
    Die letzten beiden Einwände mögen richtig sein, jedoch geht es um unsere Stellen. Bitte auch das nicht vergessen. Wenn Ehrenamtliche unsere Arbeit übernehmen und helfen über die völlige Überlastung und Personalknappheit hinweg zu täuschen, wird es immer schlimmer.
    Zu der Grabung in der Basilikata: Sie wissen, dass italienische Grabungshelfer finanziell abhängig von diesem Sommerverdienst sind. Wenn eine Grabungsleitung diese nicht bezahlen kann, dann müssen kleinere Schnitte aufgemacht werden und einfach mal nicht in jedem Projektantrag das Blaue vom Himmel versprochen werden. Stellen sie sich mal vor ehrenamtliche fangen an ihren Job zu machen, obwohl sie unqualifiziert sind.
  • Arnulf Braune
    Arnulf Braune
    am 14.10.2012
    Arnulf
    Als Ehrenamtlicher habe ich mit weiteren Ehrenamtlichen in drei aufeinander folgenden Jahren im Landkreis Osnabrück und in Osnabrück an Ausgrabungen teilgenommen. Mit Hauptamtlichen und StudentInnen war es "auf Augenhöhe" eine ausgezeichnete Zusammenarbeit. Eine unschätzbar wertvolle Einführung
    in die "Kleinarbeit" der Archäologie!
  • James
    James
    am 04.09.2013
    Es ist ein sehr interessantes Thema.
    Merkwürdig, dass bei vielen Archäologen die Ehrenamtlichen nicht als "sie nehmen uns den Job weg" betrachtet werden, sondern schon als Kollegen. Einige Ehrenamtliche würden nämlich das MA oder sogar Dr. aufgrund ihrer hervorragenden Arbeit schon ehrenhalber verdienen.
    Betrachten wir es mal ganz nüchtern: Auch ohne Ehrenamtliche würde es nicht mehr Stellen für Archäologen geben. Punkt. Die Arbeit für den Archäologen hingegen würde ohne Ehrenamtliche viel mehr sein. So kann der Archäologe (!) auch auf den Ehrenamtlichen zurückgreifen um sonst unwiederbringlich verlorene Befunde und Funde zu sichern. Viele Ehrenamtliche haben ein Wissen über geschichtliche Zusammenhänge, wo einem Archäologen keine Bibliothek der Welt weiterhelfen würde. Oder auch die Kontakte zu den Landbesitzern, die ohne die Ehrenamtlichen nie zustande kommen würden.
    So bleibt dem Archäologen mehr Zeit für Grabungen und deren Dokumentation.
    Ehrenamtliche sind auch im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig, in dem sie Vorträge halten und Aufklärungsarbeit leisten.
    Ehrenamtliche sind eine Wissensquelle, die nicht zu unterschätzen ist.

    Zum Thema Studenten und billige Arbeitskräfte:
    Was sieht man auf Grabungen sehr oft? Studenten, die am Wochenanfang nicht erscheinen, weil partygeschädigt. Dann die nächsten, die nicht mehr kommen, weil "es nichts zu finden gibt". Die nächsten, weil es nicht "ihre Zeitstellung" ist. Wieder andere, weil sie feststellen, dass es wohl die "falsche" Studienwahl war... usw.
    Und nach dem sich die Spreu vom Weizen getrennt hat, bleiben nur einen Handvoll über. Diese Handvoll sind angehende Archäologen und das wird nach meinen Erfahrungen schon auf die eine oder andere Art dann honoriert.
  • Robert Bollow
    Robert Bollow
    am 29.09.2013
    Schwarz-Weiß-Malerei nützt hier gar nichts. Es stellt sich angesichts der finanziellen Ressourcen doch längst nicht mehr die Frage was sinnvoll, sondern was möglich. Der Gesetzgeber formuliert eine hoheitliche Verantwortung und kann ihr nicht im Mindesten gerecht werden. Alles was durch Integration an Mehrleistung möglich ist muss sinnvoll genutzt werden. Wo bliebe die Denkmalpflege ohne jedwedes Ehrenamt? Es kann unmöglich die Absicht jenes anonymen Berliner Archäologen sein die Leistungen dieser Menschen zu entwerten! Ich kenne Beides: War sowohl bezahlter Grabungshelfer, als auch einer mit idealistischem Einsatz. Beides führte zu Kenntnissen die ich voll und ganz in den Dienst der Landesarchäologie stelle. Die Denkmalpflege profitiert davon, vor Ort, jeden Tag - und das lasse ich auch von Niemandem entwerten. Dem Archäologen nehmen wir die Arbeit doch nicht weg. Das Gegenteil ist der Fall. Mit jeder neuen Entdeckung, jeder neuen Fundmeldung mehren sich Kenntnisse und Anzahl von Bodendenkmälern. ( und dann kann man es auch schützen.) aber man muss sich fragen, ob d a s sinnvoll und das Mehr bewältigbar ist. Für Befundsicherung, Auswertung, Analysen, Raustaurierung...Publikation...ist doch ebenfalls kein Geld da. Unbewältigte Halden warten auf unbestimmte Zeit. Die Zeit läuft dem archäologischen Erbe davon und mit Konkurrenzdenken ist niemand geholfen. Das Ehrenamt kann und will ergänzen, nicht übernehmen. Und wir sind Multiplikatoren für das Geschichts- und Archäologieverständnis in der Bevölkerung, denn nicht jeder Interessierte gewinnt es durch Fachpublikationen. Das Geld für Ideallösungen ist nicht da und wird auch in Zukunft nicht da sein. Denkt hier jemand ernsthaft es wäre mehr erreicht, wenn wir morgen unsere Arbeit einstellen? Wir stehen am Anfang einer Entwicklung zu einer mittellosen Zunft. Das Archäologiestudium wird immer mehr eine Investition in die Arbeitslosigkeit sein. Unsere Gesellschaft wird sich vieles nicht mehr leisten, weil sie es sich nicht mehr leisten kann. Wir werden als Gesellschaft eines Tages auch daran gemessen, wie wir mit unserem kulturellen Erbe um gegangen sind. Ich glaube, dass viele ehrenamtlich Tätigen dabei an ihren Taten genau so gemessen werden wie diejenigen, die ihr Brot damit verdienen müssen.
  • Carolina Braunschweig
    Carolina Braunschweig
    am 09.12.2014
    Hallo ihr Lieben Streithähne,
    Ich bin so ziemlich schockiert, was meine Augen hier lesen müssen. Eigentlich müsstet gerade Ihr Archäologen etwas intelligenter Reagieren.Ehrenamtliche nehmen euch die Jobs weg??? Nur weil ich pflege bin ich ja auch nicht gleich Ärztin.... Man kann fast glauben hier schreiben Finanzminister, die Ihre Kohle und lieben, nicht die Passion der historischen Arbeit. Wo ist denn die Leidenschaft zum Beruf? Gerade ihr solltet von diesen Mem verstrahlten Wirtschaftssystem aufgewacht sein und klüger reagieren. Solche Sprüche die ich hier zum Teil lese hat Hitler auch schon von sich gegeben.Wie soll das den Enden wenn alle nur an sich denken und auf ihr Ego beharren. ZITAT: "P. B., 26.09.2012 09:36
    Wenn das Geld nicht da ist, dann wird halt nicht gegraben." Und dann gibt es keine Geschichte mehr oder was ???? Ist nun hier das Entdecken oder das Geld im Vordergrund? Ich wollte mich als ehrenamtlicher Grabungshelfer bewerben, da ich aus der Konsumwelt raus will und endlich etwas wirklich sinnvolles machen möchte, wo alle diese Leidenschaft in sich tragen. JA AUCH OHNE GELD. Darum geht es heute ja eh nur noch. WIE MAN HIER AM BESTEN SIEHT. Richtig Traurig das euch der Hass der Wirtschaft in seinen Bahn gezogen hat. Aber wenn ich hier schon diesen Hass lese den ich eh jeden Tag in meiner verdummten Gesellschaft zu hören bekomme, bin ich mir nicht sicher ob das Wohl der Forschung im Vordergrund steht.

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