Die Entwicklung menschlicher Gesellschaften in Landschaften - eine Graduiertenschule in Kiel

Die auf 5 Jahre angelegte Graduiertenschule an der Universität Kiel nimmt ihre Arbeit auf.

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Archäologen legen im polnischen Bruszczewo alte Siedlungsspuren frei. Daran lässt sich die gegenseitige Abhängigkeit von Mensch und Landschaft untersuchen. (Foto: Jutta Kneisel, © CAU
Archäologen legen im polnischen Bruszczewo alte Siedlungsspuren frei. Daran lässt sich die gegenseitige Abhängigkeit von Mensch und Landschaft untersuchen. (Foto: Jutta Kneisel, © CAU

24 junge Doktoranden aus aller Welt erforschen ab diesem Sommersemester an der Kieler Universität die Entwicklung menschlicher Gesellschaften in Landschaften. Die gleichnamige Graduiertenschule, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) über fünf Jahre mit insgesamt rund 5 Mio. Euro im Rahmen der bundesweiten Exzellenzinitiative fördert, wird am kommenden Wochenende eröffnet. Die jungen Archäologen und Geowissenschaftler, Historiker und Mediziner, Altphilologen und Biologen, Ökologen und Geographen werden hier fächerübergreifend auf ihre Promotion vorbereitet.

"Die Umgebung, in der Menschen leben, prägt ihr Denken, Handeln und Zusammenleben. Die wechselseitigen Einflüsse von Mensch und Umwelt über die Jahrtausende hinweg aufzudecken - das ist unser gemeinsames Ziel", erklärt Professor Johannes Müller, der Sprecher der Graduiertenschule der Christian-Albrechts-Universität (CAU). Thematisch enthält die Graduiertenschule drei Schwerpunkte: "Sozialer Raum und Landschaft", "Gesellschaft und Reflexion" und "Mobilität, Innovation und Veränderung". Regional konzentrieren sich die Studien schwerpunktmäßig auf den Ostseeraum, reichen aber auch über Mitteleuropa bis nach Afrika.

Die Doktoranden repräsentieren 20 Disziplinen an 15 Instituten der CAU und zwei nicht-universitären Forschungseinrichtungen (Archäologisches Landesmuseum Schloss Gottorf und Deutsches Archäologisches Institut). Drei Juniorprofessuren werden speziell für die Schule besetzt, insgesamt 30 Doktorandenstipendien vergeben. Zehn weitere Doktoranden an der CAU sind der Graduiertenschule derzeit thematisch verbunden.

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