ArchaeoLandscapes Europe - Archäologie aus neuen Perspektiven

EU fördert Aufbau eines Netzwerks zur Fernerkundung in der Archäologie

Die Erkundung archäologischer Stätten mit Hilfe von Luftbildern, Geophysik und terrestrischem sowie Airborne Laserscanning spielt eine immer größere Rolle in der Archäologie. Forschungsinstitute und andere archäologische Organisationen, die sich mit diesen Verfahren beschäftigen, sollen künftig enger kooperieren.

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Ipf
Am Westrand des Nördlinger Ries erhebt sich als mächtiger Zeugenberg des Weißen Jura der 668 Meter hohe Ipf (Foto: A. Posluschny/RGK)

Die EU hat einen Förderungsantrag der Römisch-Germanischen Kommission (RGK) des Deutschen Archäologischen Instituts im Rahmen des Programms »Culture 2007-2013« bewilligt. Die EU fördert das 5 Millionen Euro-Projekt zu 50%, die andere Hälfte wird von den Projektpartnern erbracht. An dem auf fünf Jahre Laufzeit angelegten Projekt »ArchaeoLandscapes Europe« sind 35 Partner aus 24 Ländern beteiligt. Neben Universitäten und Forschungsinstitutionen sind auch Denkmalplegebehörden und die Aerial Archaeology Research Group unter den Projektpartnern. Die Koordination übernimmt die RGK.

Ziel des Projektes ist es, ein Netzwerk von archäologischen Instituten und Organisationen aufzubauen, welche sich intensiv mit Verfahren der Fernerkundung, insbesondere mit der Luftbildarchäologie und mit geophysikalischen Prospektionsmethoden, aber auch mit terrestrischem Laserscanning, LiDAR und anderen Fernerkundungsmethoden beschäftigen. Diese Methoden sollen im gegenseitigen Austausch gelehrt, angewendet und auch weiter entwickelt werden. Dazu werden Workshops, Austauschprogramme und Fieldschools von und mit den Projektpartnern organisiert. Um bestehende Luftbildarchive einer besseren Verwendbarkeit zuzuführen werden gemeinsame Beratungen zu Datenbanktechniken und Webzugriffmöglichkeiten stattfinden.

Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der Vernetzung und dem Austausch der beteiligten Partner. Zu diesem Zwecke sind jährliche Plenartreffen geplant. Dazwischen werden aber auch zahlreiche Workshops und Fieldschools sowie eine Wanderausstellung organisiert werden. Inhaltliche Schwerpunkte bilden unter anderem der Einsatz von GIS-gestützen Verfahren und die Weiterentwicklung verschiedener technischer Verfahren im Bereich Remote Sensing. Neben dem Lehr- und Lernaspekt steht auch der Aspekt der Forschung und des Denkmalmanagements
im Fokus der geplanten Aktivitäten.
ArchaeoLandscapes Europe wird voraussichtlich im September 2010 seine Arbeit aufnehmen.

Glauberg
Der lang gestreckte Höhenrücken des Glaubergs erhebt sich als Basaltausläufer des Vogelsberges 150 m über dem Zusammenfluss von Nidder und Seemenbach am Ostrand der Wetterau (Foto: A. Posluschny/RGK)

Kommentare (1)

  • Rolf Nowack, Katlenburg
    Rolf Nowack, Katlenburg
    am 08.03.2010
    Warum können Landesarchäologen wie Haßmann, Meller oder Schallmeyer Baumaßnahmen nicht mehr unterbrechen, wenn untergeordnete zuständige Kreis- oder Bezirksarchäolgen grünes Licht für Baumaßnahmen gegeben hatten, obwohl auf Luftbildern konkrete Hinweise von Befunden im Boden zu sehen waren?
    Warum unterstützen Herren in diesen Positionen die Darstellung von Kreisarchäologen, Amateurentdecker an den Rand der Legalität zu drängen oder unterzubuttern, oder gar als Raubgräber zu denunzieren, obwohl in vielen Fällen kein Verstoß gegen die jeweiligen Denkmalsgesetze vorlag? Warum unterstützt Haßmann nachweislich die falsche Darstellung des Göttinger Kreisarchäologen Grote, er habe das Römerlager Hedemünden entdeckt, obwohl Haßmann im März 2004 nachweislich eine Anforderung an Rolf Nowack in Katlenburg, Landkreis Northeim, gesandt hatte, und diesen um zusätzliche Überarbeitung des Fundberichtes vom 03. März 2004 zum Burgwall Hedemünden, dem Marschlager und den römischen Annexen bat? Warum hat Dr.Haßmann, nachdem er Nowack`s Bericht zur Überprüfung an Grote sandte, die fälschliche Entdeckungsgeschichte des Göttinger Kreisarchäologen nicht aufgedeckt?
    Die Metallsondierungen Grote`s begannen erst nach Nowack`s Februar-Bericht an das LfD Niedersachsen(Dr.Heine)! Warum können manche Archäologen nur so gut schwindeln?
    Diesen Monat jährt sich zum 6. Male die Entdeckung des Römerlagers Hedemünden durch den Amateur Rolf Nowack aus Katlenburg aus Südniedersachsen und die Vermarktung unter der Regie eines eigennützigen Altsteinzeitlers aus Bremke bei Göttingen.

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