Digitale Ausstellungen
»bavarikon« ist das Online-Portal des Freistaats Bayern zur Präsentation von Kunst, Kultur und Wissensschätzen von der Vor- und Frühgeschichte über die Antike und das Mittelalter bis zur Neuzeit. Über 500.000 Digitalisate können in Sammlungen und Ausstellungen entdeckt oder bequem recherchiert werden. Die Bilder, Scans und 3D-Modelle sind in hoher Auflösung verfügbar. Sprachen: deutsch, englisch
Die vom Museu Nacional in Brasilien erstellte Online-Ausstellung auf Google Arts & Culture widmet sich der prähistorischen Marajoara-Kultur, die im Amazonasdelta eine bemerkenswerte soziale Komplexität entwickelte. Im Mittelpunkt steht ihre Keramik, darunter zeremoniell genutzte Gefäße, Urnen und anthropomorphe Objekte, die mit geometrischen Motiven und Tierdarstellungen des Regenwalds verziert sind. Ergänzend wird die Santarém-Kultur am unteren Tapajós vorgestellt, die für ihre naturalistischen Tier-Applikationen bekannt ist. Die Ausstellung verbindet archäologische Objektbeschreibungen mit ikonografischen Deutungen indigener Symbolsysteme. Sprache: portugiesisch
Kleine Online-Ausstellung von Studierenden der Archäologie an der Universität Halle über die Anfänge der Sammlung antiker Münzen in der Mitte des 18. Jahrhunderts und ihre Entwicklung bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts anhand von drei bedeutenden Forscherpersönlichkeiten, die mit der Sammlung verbunden sind. Sprache: deutsch
Die Online-Ausstellung des Landesmuseums Württemberg präsentiert die 30.000 Jahre alte Kunstgeschichte der Eiszeit auf der schwäbischen Alb. Die Ausstellung auf »Google Arts&Culture« wird auch in Deutscher Gebärdensprache erläutert. Sprache: deutsch
Die Homepage »Etruscan Chamber Tombs« bietet einen digitalen Zugang zu rund 280 etruskischen Kammergräbern, die mithilfe von Photogrammetrie und Laserscanning dokumentiert wurden. Mithilfe interaktiver 3D-Modelle können die einzelnen Gräber virtuell erkundet werden. Zusätzlich werden wissenschaftliche Hintergrundtexte zur etruskischen Kultur, umfangreiche Datenbanken zu Grabarchitekturen sowie Materialien für Forschung und Lehre veröffentlicht. Diese sollen ab 2026 in universitären Kursen genutzt werden. Das Portal wurde von der Gothenburg Research Infrastructure in Digital Humanities (GRIDH) an der Universität Göteborg in Zusammenarbeit mit dem Schwedischen Institut für Klassische Studien in Rom realisiert. Sprachen: englisch, italienisch
Die auf Google Arts & Culture veröffentlichte Onlineausstellung „Globalising Archaeology: Producing Tools in the Neolithic” widmet sich „Grime's Graves”, einer neolithischen Feuersteinmine in England. Ausgrabungen in dieser Stätte liefern Einblicke in den Alltag der prähistorischen Bergbaugemeinschaft. Thematisiert werden das Abbauen und Bearbeiten von Feuerstein sowie der internationale Vergleich: Im Jahr 2016 wurde eine Partnerschaft mit der japanischen Hoshikuso-Obsidianmine eingegangen, um Parallelen in der neolithischen Werkzeugproduktion zu erforschen. Die Ausstellung wurde im Auftrag von English Heritage erstellt. Sprache: englisch
Das digitale Bergungslogbuch der Archäologie Lübeck dokumentiert die spektakuläre Bergung einer Hansekogge aus der Trave. Die Website begleitet die komplexen Arbeitsschritte der Bergung mit Fotostrecken, Tagesberichten und Videodokumentationen – von der Sicherung der Fundstelle bis zur Konservierung des im 17. Jahrhundert gesunkenen Schiffs. Ergänzende Rubriken erklären die archäologische Bedeutung des Fundes, die beteiligten Fachdisziplinen und die technischen sowie logistischen Herausforderungen des Projekts. Sprache: deutsch
Das Historische Portal Essen präsentiert auf einer vernetzten Plattform die Geschichte der Stadt. Entstanden aus einer Kooperation zwischen der Stadt Essen, dem Historischen Verein und der GENO BANK, ermöglicht es über Luftbilder, Stadtpläne und interaktive Karten die historische Entwicklung Essens zu erkunden. Dabei sind Themen wie Stadtgeschichte, Kunst, Kultur und Archäologie eingebunden. Sprache: deutsch
Die Online-Ausstellung »Immemorial time: archeology photography« der Fundación Televisa auf Google Arts & Culture widmet sich der fotografischen Dokumentation präkolumbianischer Stätten Mexikos. Im Mittelpunkt steht das umfangreiche Foto-Archiv der Stiftung, das Aufnahmen von Reisenden des 19. Jahrhunderts bis zu zeitgenössischen Künstlern vereint. Bedeutende Monumente wie die Pyramide der Sonne in Teotihuacán oder der Tempel des Kukulcán in Chichén Itzá werden ebenso thematisiert wie Steinmasken, Friese und Skulpturen. Ergänzend zeigt die Story, wie präkolumbianische Motive in Film, Werbung und Kunstfotografie rezipiert wurden. Die Ausstellung basiert auf einer Bildauswahl zum Thema archäologische Fotografie, die 2016 in der Zona Maco in Mexiko-Stadt präsentiert wurde. Sprache: spanisch
Die Keltenwelt am Glauberg hat unter anderem mit dem Fraunhofer Institut für graphische Datenverarbeitung (IGD) ein Programm zur Digitalisierung ihres archäologischen Bestandes realisiert. Die einzigartigen Funde sollen bewahrt und für viele Menschen erleb- und erforschbar gemacht werden. In dieser Sonderausstellung werden ausgewählte Fundobjekte vom Glauberg in zahlreichen Anwendungen präsentiert. Sprache: deutsch