Digitale Ausstellungen

Die vom Museu Nacional in Brasilien erstellte Online-Ausstellung auf Google Arts & Culture widmet sich der prähistorischen Marajoara-Kultur, die im Amazonasdelta eine bemerkenswerte soziale Komplexität entwickelte. Im Mittelpunkt steht ihre Keramik, darunter zeremoniell genutzte Gefäße, Urnen und anthropomorphe Objekte, die mit geometrischen Motiven und Tierdarstellungen des Regenwalds verziert sind. Ergänzend wird die Santarém-Kultur am unteren Tapajós vorgestellt, die für ihre naturalistischen Tier-Applikationen bekannt ist. Die Ausstellung verbindet archäologische Objektbeschreibungen mit ikonografischen Deutungen indigener Symbolsysteme. Sprache: portugiesisch

Die auf Google Arts & Culture veröffentlichte Onlineausstellung „Globalising Archaeology: Producing Tools in the Neolithic” widmet sich „Grime's Graves”, einer neolithischen Feuersteinmine in England. Ausgrabungen in dieser Stätte liefern Einblicke in den Alltag der prähistorischen Bergbaugemeinschaft. Thematisiert werden das Abbauen und Bearbeiten von Feuerstein sowie der internationale Vergleich: Im Jahr 2016 wurde eine Partnerschaft mit der japanischen Hoshikuso-Obsidianmine eingegangen, um Parallelen in der neolithischen Werkzeugproduktion zu erforschen. Die Ausstellung wurde im Auftrag von English Heritage erstellt. Sprache: englisch

Die Online-Ausstellung »Immemorial time: archeology photography« der Fundación Televisa auf Google Arts & Culture widmet sich der fotografischen Dokumentation präkolumbianischer Stätten Mexikos. Im Mittelpunkt steht das umfangreiche Foto-Archiv der Stiftung, das Aufnahmen von Reisenden des 19. Jahrhunderts bis zu zeitgenössischen Künstlern vereint. Bedeutende Monumente wie die Pyramide der Sonne in Teotihuacán oder der Tempel des Kukulcán in Chichén Itzá werden ebenso thematisiert wie Steinmasken, Friese und Skulpturen. Ergänzend zeigt die Story, wie präkolumbianische Motive in Film, Werbung und Kunstfotografie rezipiert wurden. Die Ausstellung basiert auf einer Bildauswahl zum Thema archäologische Fotografie, die 2016 in der Zona Maco in Mexiko-Stadt präsentiert wurde. Sprache: spanisch

Mit dem Vordringen des modernen Menschen nach Südamerika entstanden vor 12.000 Jahren die ersten Felszeichnungen in den Bergen von La Lindosa (Kolumbien). Auf der Plattform Google Arts&Culture findet sich zu diesem Thema eine umfangreiche Online-Ausstellung, die gemeinsam vom Kolumbianischen Institut für Anthropologie und Geschichte und der Universität Exeter erstellt wurde. Sprache: englisch

Die Onlineaus­stellung ist aus einem Lehrprojekt an der Technischen Universität Braunschweig hervorgegangen: Über zwei Semester hinweg haben Studierende im Fach Geschichte die Lehr- und Studiensammlung der TU aufgearbeitet, dokumentiert und digitalisiert. Die Ausstellung bietet Einblicke in die Arbeit an und mit einer universitären Münzsammlung und stellt eine Auswahl an Objekten näher vor. Sprache: deutsch

Die Online-Ausstellung des schwedischen »Norrbottens Museum« bei Google Arts&Culture präsentiert die archäologische Erforschung der ältesten bekannten Siedlung Schwedens. Sprache: englisch

»The Last Journey« ist ein interdisziplinäres Projekt, das die Anpassungen und Auswirkungen des Menschen im späten Pleistozän und frühen Holozän in verschiedenen Landschaften im Nordwesten Südamerikas untersucht. Im November 2021 reisten die Archäologen von The Last Journey nach Cerro Azul in Kolumbien. Die Online-Ausstellung auf der Plattform Google Arts&Culture gibt einen kleinen Einblick in das Forschungsprojekt. Sprache: englisch

Seit Ende der 1970er Jahre hat Wolfgang Bauer hat im Leinetal zwischen Hannover und Hildesheim Feldbegehungen und Baustellenbeobachtungen durchgeführt und Sand- und Kiesgruben nach archäologischen Funden abgesucht. Dabei hat er ein umfangreiches Fundmaterial aus allen Perioden der Menschheitsgeschichte vom Paläolithikum bis in das frühe Mittelalter zusammengetragen und der Denkmalpflege Niedersachsen gemeldet. Das Team der Bezirksarchäologie Hannover im NLD (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege) hat aus dem Material eine Ausstellung zu archäologischen Funden im Leinetal zusammengestellt, die nun digital im Kulturerbeportal Niedersachsen besucht werden kann. Präsentiert und durch Bild- und Textillustrationen erläutert werden Fundstellen und ihre Funde von den ersten menschlichen Steinwerkzeugen aus der Altsteinzeit vor etwa 50.000 Jahren bis hin zu Objekten aus der Zeit um etwa 500 n. Chr. Die Funde geben einen bemerkenswerten Einblick in die frühe Besiedlungsgeschichte des Leinetals in der unmittelbaren Umgebung von Hannover. Sprache: deutsch

Der Verein Lüneburger Stadtarchäologie e.V. bietet auf seiner Homepage eine interessante Onlineausstellung zum Thema mittelalterliche Kloaken an. Das Ganze ist zwar eher ein mehrseitiger Onlineartikel (keinerlei Interaktivität etc.), aber man erhält einen profunden Einblick in eine der wichtigsten Befundgattungen der Stadtarchäologie. Sprache: deutsch

Die Homepage »Archäologischer Atlas von Kleinpolen« ist eine umfangreiche, interaktive Datenbank archäologischer Fundstätten der Region Małopolska und bietet einen fundierten Einblick in die verschiedene Siedlungsphasen, Artefakte sowie deren historische Kontextualisierung. Auf der Homepage finden sich neben Kartenmaterial und Fundstücken auch Informationen zu laufenden Forschungen und Publikationen. Das Portal zielt darauf ab, sowohl Fachleute als auch Interessierte anzusprechen. Sprachen: englisch, polnisch