Seltene Erkrankungen – ein Problem mit Vergangenheit

Heutzutage leiden allein in Deutschland etwa vier Millionen Menschen an einer seltenen Erkrankung. Diese Krankheiten gehen sehr häufig mit schweren körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen einher und sind nach wie vor nicht therapierbar. Was sind seltene Erkrankungen und seit wann gibt es sie? Sind sie ein modernes Problem oder können sie schon bei unseren Vorfahren nachgewiesen werden?

Workshop on Ancient Rare Diseases
Workshop on Ancient Rare Diseases (Abb.: DAI Berlin)

Auf dem ersten "Workshop on Ancient Rare Diseases (1st W.A.R.D.)" des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) am Rare Disease Day treffen sich vom 7.2. - 1.3.2019mehr als 50 internationale Wissenschaftler in Berlin, um Fragen zu seltenen Erkrankungen unserer Vorfahren zu diskutieren. Der Fokus liegt dabei auf seltenen Erkrankungen an archäologischen und historischen Skeletten.

An drei Tagen werden unterschiedliche Themen angesprochen: Wissenschaftler stellen Grundlagenforschung und Fallstudien zu seltenen Erkrankungen aus der ganzen Welt vor, von der Steinzeit bis in die Neuzeit. Die Möglichkeiten verschiedener diagnostischer Methoden zur Erkennung seltener Erkrankungen am Skelett und deren Dokumentation mit Hilfe einer Datenbank zu Ancient Rare Diseases werden diskutiert. Der letzte Tag widmet sich besonders der Darstellung seltener Erkrankungen in der Öffentlichkeit. Kuratoren von Sammlungen und Museen berichten aus museologischer Sicht über die Bedeutung und den Umgang mit sensibler Forschung.

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