Mittelalterlicher Friedhof an der Michaelskirche in Denzlingen

Im Zuge der Bebauung der mehrer Grundstücke in Denzlingen, Kreis Emmendingen, wurde ein Teil der Stützmauer zu dem Hügel abgetragen auf dem die Kirche St. Michael steht. Schon seit Beginn der Bauarbeiten wurde auf etwaige Skelettfunde geachtet. Bei einer ersten Begehung im Frühjahr 2017 konnten jedoch noch keine Besonderheiten beobachtet werden.

Kürzlich stieß man nun tatsächlich auf Reste menschlicher Skelette, die vom Landesamt für Denkmalpflege unter der Leitung von Herrn Dr. Haasis-Berner und Frau Inga Willmes noch am selben Tag dokumentiert und gesichert werden konnten. Damit wurde die schon in der Denzlinger Ortsgeschichte (2013) geäußerte Vermutung gesichert, dass die 1275 erstmals genannte Kirche St. Michael als früheste Denzlinger Pfarrkirche über einen Friedhof verfügte. Weitere Gebeine und Gräber sind mit einiger Sicherheit unter dem Hügel nördlich der Michaelskirche zu vermuten. Sie können dort aber in Frieden ruhen, da keine weiteren Baumaßnahmen geplant sind.

Sowohl im Kurzvortrag "Zur Geschichte der Michaelskirche", der für den 26. August, um 17:00 Uhr, während der Vorführung der Fotoimpressionen vom Meinolf Wewel in St. Michael angekündigt ist, als auch bei den Führungen am "Tag des offenen Denkmals" am 9. September (um 14:00 und 15:00 Uhr) wird über die neuen Funde und ihre Bedeutung für die Geschichte ältesten Denzlinger Pfarrkirche berichtet.

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