Johannes Müller erhält renommierten Preis der Christiane und Jean Guilaine Stiftung 2026
Johannes Müllers Werk zeige, wie Archäologie nicht nur die Vergangenheit rekonstruiert, sondern auch aktuelle Fragen zu Mobilität, Innovation und kulturellem Austausch beleuchte, so die Stiftung. Müller erhalte die Auszeichnung außerdem für seine interdisziplinären Arbeiten, in denen er archäologische Befunde mit modernen analytischen Methoden – von Isotopenanalysen bis zu digitalen Rekonstruktionen – verbinde.
Johannes Müller hat seit 2004 den Lehrstuhl für Prähistorische Archäologie am Institut für Ur- und Frühgeschichte der CAU inne. In dieser Zeit hat er zahlreiche Großprojekte initiiert und geleitet, darunter das DFG-Schwerpunktprogramm "Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung", die Graduiertenschule "Human Development in Landscapes", den DFG-Sonderforschungsbereich "TransformationsDimensionen" und den Exzellenzcluster ROOTS. Johannes Müller hat über 390 Artikel und 48 Monografien veröffentlicht und ist Herausgeber zahlreicher internationaler Reihen und Zeitschriften.
Die Christiane and Jean Guilaine Foundation ist angesiedelt bei der Académie des inscriptions et belles-lettres in Paris, und fördert Forschung im Bereich der Frühgeschichte. Dieser Begriff wird im weitesten Sinne verstanden, von der Entstehung der ersten Agrargesellschaften bis zum Aufkommen komplexer sozialer Organisationen. Dafür verleiht sie jährlich einen Preis an Forschende, die durch herausragende Leistungen die Archäologie der Mittelmeerregion und Europas prägen.
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