Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland

Letzten Freitag wurde die große Ausstellung "Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland" im Berliner Gropius Bau eröffnet. Unter der Gesamtleitung des Verbandes der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland (VLA) und in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin präsentieren alle 16 Bundesländer seit dem 21. September 2018 und noch bis zum 6. Januar 2019 über 1.000 herausragende Funde aus sämtlichen Epochen.

Himmelscheibe von Nebra
Himmelscheibe von Nebra, Bronze und Gold, ca. 1600 v. Chr. (© Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)

Digitale Kommunikations- und schnelle Transportmöglichkeiten bringen die Menschen immer enger zusammen und lassen die Globalisierung als modernes Phänomen erscheinen. Tatsächlich aber ist die überregionale Vernetzung mit allen ihren Auswirkungen seit jeher ein fester Bestandteil der Gesellschaft und beeinflusst das Leben der Menschen seit prähistorischer Zeit grundlegend. Täglich machen Archäologen Entdeckungen, die dies eindrucksvoll belegen. Die Ausstellung präsentiert die spektakulärsten archäologischen Neufunde der letzten 20 Jahre von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert. Anhand der vier Themen Mobilität, Konflikt, Austausch und Innovation werden die Folgen überregionaler Interaktion auf persönlicher, wirtschaftlicher und kultureller Ebene gezeigt. Ziel der Ausstellung ist es, über die Exponate den Bezug unserer kulturellen Vergangenheit zur heutigen Zeit herzustellen und zu verdeutlichen, dass schon vor mehreren tausend Jahren die Grundlagen eines gemeinsamen Europas gelegt wurden, aus denen ein einzigartiges kulturelles Netzwerk entstand, das uns bis heute prägt.

70 Leihgeber aus ganz Deutschland unterstützen die Ausstellung mit insgesamt 300 Fundkomplexen. Allen Exponaten ist gemein, dass sie trotz ihrer Einzigartigkeit nicht allein stehen, sondern immer als Teil eines europäischen Netzwerks zu sehen sind.

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