Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte
01.10.2026 - 17.01.2027
Forschungscampus Dahlem
Lansstraße 8
14195 Berlin
Deutschland
Alles dreht sich um Geld: Pfandflaschen werden gesammelt, ein Gummihandschuh übergezogen, das Handy an der Kasse gezückt. Dabei ist Geld mehr als Münzen und Scheine oder ein digitaler Kontostand. Seit seiner Entstehung prägt Geld die Vorstellungen von der Welt und beziffert, was und wer als wertvoll gilt. Was darf eine Banane, ein T-Shirt, eine Wohnung, Arbeitskraft oder Lebenszeit kosten?
Die Ausstellung „Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte“ hinterfragt, wie und auf wessen Kosten Geld uns selbst, unsere Geschichte und unsere Welt formt. Sie verknüpft die Ursprünge von Geld mit Fragen von Macht und gesellschaftlichen Strukturen und erzählt anhand von Objekten aus den Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz von globalen Verflechtungen und persönlichen Schicksalen im Zusammenhang mit Veränderungen von Wert: Ein Maya-Stuckkopf verliert als Fälschung seinen Marktwert und gewinnt zugleich einen neuen als Forschungsgegenstand. Kakaobohnen werden von einer historischen Währung zum globalen Genussmittel. Pfandflaschen bedeuten für die einen Müll, für andere einen notwendigen Zuverdienst. Ein Handschuh wird zum Symbol unsichtbarer Sorgearbeit. Eine Drehleier erklingt als Instrument von Arm und Reich, in den Händen von bettelnden Straßenmusiker*innen sowie zur höfischen Unterhaltung. Sammlungsobjekte selbst sind dabei nicht nur Zeugnisse wirtschaftlicher Systeme, sondern auch Repräsentationsmittel, Machtinstrumente und Wertanlagen.
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