Verleihung des Sibylle Kalkhof-Rose Akademie-Preises

Heute wurde von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz zum ersten Mal der "Sibylle Kalkhof-Rose Akademie-Preis für Geisteswissenschaften" vergeben. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert und geht an den Prähistoriker und Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger.

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Hermann Parzinger (Foto: Stiftung Preussischer Kulturbesitz)
Hermann Parzinger (Foto: Stiftung Preussischer Kulturbesitz)

Wie der Vorstand der Stiftung mitteilte, wird mit Parzinger ein Gelehrter gewürdigt, der sein Fachgebiet, die Vor- und Frühgeschichte, und hier insbesondere die eurasische Archäologie, nachdrücklich geprägt hat und sich darüber hinaus als Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts und anschließend als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hohes Ansehen erworben hat.

Bei dem Festakt hielt Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim (Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf) die Laudatio auf den Preisträger, der sich mit seinem Festvortrag "Steppenvölker und Landschaftsräume: Fallstudien früher Reiternomaden zwischen Jenissei und Tien-Shan" bedanken wird.

Hermann Parzinger, geb. 1959, studierte Vor- und Frühgeschichte, Provinzialrömische Archäologie sowie Mittelalterliche Geschichte in München und wurde 1985 promoviert. 2008 wurde er Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Davor wirkte er in verschiedenen Ämtern am Deutschen Archäologischen Institut (DAI): zunächst als stellvertretender Direktor der Römisch-Germanischen Kommission, von 1995–2003 als Gründungsdirektor der Eurasien-Abteilung, und ab 2003 stand er dem DAI als Präsident vor.

Sein Schwerpunkt liegt in der Forschung zur Entstehung reiternomadischer Lebens- und Kulturverhältnisse sowie der Herausbildung von Eliten in vor- und frühgeschichtlichen Gesellschaften. Für seine wissenschaftlichen Tätigkeiten erhielt Hermann Parzinger bereits mehrere Auszeichnungen wie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1998) und den vom russischen Staatspräsidenten verliehenen "Orden der Freundschaft" (2009). 2012 erhielt er das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland.

Gestiftet wird der Preis von der "Walter und Sibylle Kalkhof-Rose-Stiftung", die an der Mainzer Akademie angesiedelt ist. Er soll herausragende Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler aus dem gesamten Spektrum der Geisteswissenschaften für ihr Lebenswerk ehren.

Kommentare (3)

  • merlin
    merlin
    am 09.09.2013
    Herr Parzinger könnte ja mal die 25.000 Euro an die Mitarbeiter des Preuß. Kulturbesitzes verteilen, die für ihn (!) für Dumpinglöhne arbeiten müssen....
    25.000 Euro sind dann vielleicht etwas wenig...
    Parzinger ließ auch als Präsident des DAI zahlreiche Mitarbeiter für Dumpinglöhne arbeiten. Die einen erldigen die (Spitzen-)Arbeit, die anderen kassieren das Geld und die Auszeichnungen dafür!
    Gleichzeitig verfallen die Kulturgüter des Preuß.Kulturbesitzes......
    Tolle Leistung, Herr Parzinger!
  • harriet
    harriet
    am 17.09.2013
    @merlin
    Wer so einen Kommentar verfasst, sollte bitte einmal vorher überlegen, was er da so schreibt. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass die Preisgelder nicht in die privaten Kassen der Preisträger wandern, wie hier anscheinend vermutet wird. Die Gelder stehen auch nur für bestimmte Zwecke zur Verfügung und können nicht wahlweise für die Aufstockung der Gehälter von Mitarbeitern, wie hier gerne gewünscht, verwendet werden. Herr Parzinger ist auch nicht die Wohlfahrt und sicher ist niemand gezwungen, für ihn zu arbeiten. Dass Kulturgüter verfallen, liegt bestimmt auch nicht in seinem Interesse, ich bin überzeugt, dass er alles tut, um diesen Vorgang entgegenzuwirken. Herrn Parzinger gilt mein Glückwunsch, für diesen tollen Preis und weiterhin viel Erfolg bei seiner Arbeit.
  • laetitia
    laetitia
    am 28.10.2013
    @ Harriet
    "Herr Parzinger ist auch nicht die Wohlfahrt und sicher ist niemand gezwungen, für ihn zu arbeiten."

    ach, aber der Bürger darf Herrn Parzinger bezahlen ???
    Herr Parzinger lebt von der Wohlfahrt, nämlich von UNSEREN Steuern!!! Er produziert nichts und das Überleben der Menschheit hängt mit Sicherheit nicht von dem ab, was solche Typen von Parzinger von sich geben. Also hat Parzinger auch die verdammte Pflicht als Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass es denen finanziell gut geht, die durch Ihre Arbeit seine Karriere überhaupt ermöglichen!
    Archäologie ist in unserer Gesellschaft absolut verzichtbar! Es ist eine nette Zusatzleistung, die wir uns zur Zeit noch gönnen. Mehr nicht. Also sollten die Damen und Herren ArchäologInnen ("Kollegen") sich überlegen, wie sie in der Öffentlichkeit "rüberkommen" wollen.
    Und, liebe "Harriet", Herr Parzinger wurde nicht für seine "wissenschaftliche" Leistung gewürdigt oder auf seine Posten beim DAI z.B. gehievt. Das verdankt er seinen..., na sagen wir mal "politischen" Tätigkeiten im Gebiet der ehemaligen UdSSR....

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