Teotihuacan, die "Stadt der Götter"

Internationale Tagung am Lateinamerika-Institut der Freien Universität vom 26. bis 27. September 2010

Teotihuacan, die geheimnisvolle Pyramidenstadt Mexikos, steht im Mittelpunkt einer internationalen Tagung. Bei dem Kongress "Teotihuacan: Media and Power in the City of the Gods" präsentieren Experten und Expertinnen neue Forschungsergebnisse zu Architektur, Ikonographie, Keramik und zur historischen Rezeption Teotihuacans.

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Teotihuacan ist die erste urbane Gesellschaft, die ab circa 1 n. Chr. im heutigen Zentralmexiko entstand. Sie entwickelte sich zur größten und am meisten komplexen Stadt in diesem Raum. Während ihrer Blütezeit (400 - 650 n. Chr.) war sie eine der größten Metropolen der Welt mit einer geschätzten Bevölkerung von über 160.000 Einwohnern. Teotihuacan beeinflusste die weitere Umgebung bis nach Guatemala. Gründe dafür waren ihr Fernhandelsnetz, ihre Monumentalarchitektur und die religiösen Ideen ihrer Einwohner. Nach dem Zerfall Teotihuacans zwischen 650 und 750 n. Chr. gerieten der ursprüngliche Name der Stadt, ihre Bewohner, deren ethnische Zugehörigkeiten und Sprachen in Vergessenheit. Bis heute gibt Teotihuacan aus diesem Grund viele Rätsel auf. Bei der Tagung sollen unter anderem Erkenntnisse über eine bisher unbekannte Tunnelanlage unter der Ruinenstätte und neue Forschungsergebnisse über die Machtstruktur, deren Vermittlung über antike Medien sowie über die Bedeutung von Teotihuacan für das heutige Mexiko präsentiert werden.

Die Konferenz ist kostenpflichtig, eine Anmeldung erforderlich.

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