Tag des offenen Denkmals 2010

Am kommenden Sonntag, den 12. September, ist es wieder soweit. Zum 18. Mal findet der Tag des offenen Denkmals in Deutschland statt.

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European Heritage Days

Nachdem im letzten Jahr historische "Orte des Genusses" im Fokus waren, ist das diesjährige Motto "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr". Veränderungen durch neue Einflüsse von außen prägen die Entwicklung unserer Kultur, das lässt sich auch an historischen Bauwerken erkennen. Wanderhandwerker und fremde Baumeister verbreiteten neues architektonisches Know-how in ganz Europa. Dadurch entstanden neue Stilformen, deren Ideen sich rasch überregional durchsetzten, wie etwa die Gotik im Mittelalter oder die Renaissance und der Barock in der Neuzeit.

Zu besichtigen sein werden also u. a. Wasserstraßen, Schienen- und Straßennetze, Zoll- und Poststationen, aber auch Orte des Handels wie Haithabu und historische Marktplätze und Kaufhäuser. Zudem liegt ein Augenmerk auf den Einflüssen fremder Baumeister und Handwerker in der Architektur und im Handwerk.

Der Tag des offenen Denkmals geht auf die 1984 von Jack Lang in Frankreich ausgerufenen "Journées Portes ouvertes monuments historiques" zurück. Aufgrund der großen Resonanz in der Bevölkerung folgten in den darauffolgenden Jahren weitere Länder dem Beispiel. 1991 griff der Europarat die Idee auf und rief offiziell die European Heritage Days aus. 1993 wurde In Deutschland erstmals ein bundesweiter Tag des offenen Denkmals veranstaltet, an dem zwei Millionen Besucher gezählt wurden.

Die offizielle Eröffnung findet in diesem Jahr auf dem Marktplatz der Hansestadt Lüneburg durch Bundespräsident Christian Wulff statt.

Kommentare (2)

  • Diane Scherzler
    Diane Scherzler
    am 15.09.2010
    Den "Tag des geöffneten Denkmals", sozusagen, gab es in Stuttgart, am Hauptbahnhof. Dessen Seitenflügel und das Gleisvorfeld werden bekanntermaßen abgerissen, denkmalgeschützt hin oder her. Wie das sein kann, und warum der Denkmalschutz Denkmäler nur begrenzt schützen kann, erklärt dieser Artikel meiner Kollegin Samantha Maier sehr gut, finde ich:

    Interview mit Achim Hubel, Professor für Denkmalpflege: "Ohrfeige ins Gesicht der Denkmalpflege"
    http://www.swr.de/regionen/denkmalschutz-interview/-/id=3438/nid=3438/did=6850748/1whldvq/index.html
  • Oliver Teske
    Oliver Teske
    am 16.09.2010
    Ich halte das alles nur für Augenwischerei. Wenn unsere Politiker heute etwas beschließen, dann interessiert sie nicht mit was sie gestern gesagt haben. Wir sollten uns endlich damit abfinden in welcher Regierungsform wir uns befinden oder mal zur abwechslung nicht immer die gleichen wählen.

    Gruß
    Oliver Teske

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