SUB Göttingen beteiligt sich an Langzeitprojekt zur Schrift und Sprache der Mayakultur

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) beteiligt sich an dem Lanzgzeitforschungsprojekt "Textdatenbank und Wörterbuch des klassischen Maya", dessen Ziel ein umfassendes Wörterbuch der klassischen Mayasprache ist.

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Maya-Relief in einem Tempel in Palenque im mexikanischen Bundesstaat Chiapas
Maya-Relief in einem Tempel in Palenque im mexikanischen Bundesstaat Chiapas, Kalkstein mit Resten der ursprünglich farbigen Bemalung. (Foto: E. Wagner, 2011)

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen in den kommenden 15 Jahren zunächst sämtliche Texte der Hieroglyphenschrift der Maya zwischen 500 vor Christus und 1500 nach Christus erschließen. Anschließend wollen sie auf dieser Grundlage ein umfassendes Wörterbuch erstellen. Die Leitung des Projekts hat Prof. Dr. Nicolai Grube von der Universität Bonn inne; weiterer Kooperationspartner ist neben der SUB Göttingen auch die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn. Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste finanziert das Vorhaben mit rund 5,4 Millionen Euro.

Die SUB ist als Kooperationspartner für die informationswissenschaftliche Konzeption und Umsetzung des Projektes zuständig. "Sowohl die Datenbank als auch das digitale Wörterbuch werden durch die Virtuelle Forschungsumgebung TextGrid unterstützt", erläutert Dr. Heike Neuroth, Leiterin der SUB-Abteilung Forschung und Entwicklung. Der von der SUB koordinierte Forschungsverbund TextGrid baut mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine internetbasierte Forschungsumgebung auf, die Geisteswissenschaftlern Werkzeuge und Dienste für die Auswertung und Erstellung von textbasierten Daten in unterschiedlichen digitalen Archiven bietet. "Sämtliche Forschungsdaten werden im TextGrid Repository, einem digitalen Langzeitarchiv für geisteswissenschaftliche Forschungsdaten, öffentlich zugänglich gemacht und dank komplexer Suchabfragemöglichkeiten in verschiedenen Kontexten nachnutzbar sein", so Dr. Neuroth. Ebenfalls an der SUB angesiedelt ist unter anderem die Entwicklung eines fachspezifischen Metadatenschemas, das die Forschungsdaten beschreibt und so nutzbar macht.

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