Römische Fundstätte durch Raubgräber zerstört

Auf der Suche nach Gold und anderen Schätzen habe Raubgräber große Flächen der antiken Siedlung Viminatium schwer beschädigt. Viminatium liegt in der Nähe der ostserbischen Stadt Pozarevac.

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Mit Baggern und schweren Baumaschinen fielen die Kunsträuber in die Fundstätte ein und zerstörten dabei einen Teil des antiken Theaters, aber auch gut erhaltene Säulen und bisher unentdeckte Häuser und Gräber, wie NEWS.CH berichtet.

Da sich die großflächige Anlage in einer abgelegenen Region befindet und nicht bewacht wird, konnten die Raubgräber in den vergangenen Wochen anscheinend mehrere Male zuschlagen.

Seit 25 Jahren forschen und graben Archäologen in der Fundstätte, die in der Antike eine wichtige römische Grenzstadt war. An die 10.000 Gräber wurden dabei freigelegt und über 30.000 Objekte geborgen. Im kommenden Sommer sollen, nach Angaben des Ausgrabungsleiters Prof. Miomir Korac, die Ausgrabungen mit modernem Gerät und internationaler Unterstützung weitergehen.

Kommentare (8)

  • Karin
    Karin
    am 04.03.2003
    Lieber TJ!

    Was bitte sind Raubgräber? Ich weiß, heute ist Faschingdienstag, aber trotzdem heißt es wohl Grabräuber,oder????
  • Christian
    Christian
    am 05.03.2003
    Liebe Karin,
    Grabräuber sind spezielle Raubgräber mit der Spezialisierung auf Gräber. Raubgräber graben mit dem Ziel des Raubes.
    Allgemein ist das Problem der Raubgräberei auch mit Baumaschienen leider kein Einzelfall und nicht nur auf dem Balkan verbreitet.
  • Rainer
    Rainer
    am 11.03.2003
    Liebe Karin,

    nein, Raubgräber sind keine geraubten Gräber, sondern Leute, die zum Zweck des Raubens illegal graben. Wenn das Interesse dieser Gräber den Gräbern gilt (o diese deutsche Sprache), wird es wohl besser sein, statt von Grabgräbern von Grabräubern zu sprechen. Graben und Rauben sind für die Wissenschaft gleichermaßen schädlich, also spielt's wohl keine entscheidende Rolle, ob man diese Subjekte nun so oder so benennt.
  • Holger Jürgenliemk
    Holger Jürgenliemk
    am 19.03.2003
    Frage:
    Warum ist es bis heute nicht möglich, Verbrecher, die sich an den Kulturgütern der Menschheit vergehen hart und unnachgiebig zu bestrafen und Hintermänner wie Käufer aufzudecken?

    Antwort:
    1. Weil die Staaten dieser Welt viel Geld für die Polizeiarbeit ausgeben müßten. Doch kein Politiker engagiert sich wirklich für eine Sache, die keine Steuern oder andere für die "Volksvertreter" finanzielle/machtpolitische Vorteile bringt. Politiker interessieren sich nicht für Kunst und Kultur, wenn sie nicht irgendwelche Vorteile davon haben (z.B. kurz vor Wahlen).
    2. Weil in vielen Ländern unzählige Beamte, Politiker und Finanzmächtige (die wieder mit Politikern gemeinsame Sache machen) selbst zu den Hintermännern und Käufern zählen. Zum Teil sind für sie sogar Gewalt und Mord unproblematische Mittel.
  • Martin
    Martin
    am 07.04.2003
    Ich kann es wirklich nicht fassen. Was heißt dann hier Raubgräber?? Raub setzt zunächst einmal Gewalt voraus. Der Sondengänger, der alle 8 Tage in Wald und Feld nach Oberflächenfunden sucht, ist doch kein RAUBGRÄBER!!!
    Lasst Euch doch nicht von selbsternannten "Heimatschützern" verunsichern. Durch die sog. "Raubgräber" wurden Dinge entdeckt, die die Archäologen niemals gefunden hätten. Also, was soll das Ganze??
  • Schleu Gerhard
    Schleu Gerhard
    am 07.04.2003
    so lange es Leute gibt die viel Geld für antike Kunstgegenstände ausgeben, gibt es Grabräuber.
    ImNormalfall kann man nähmlich keine antiken Gegenstände kaufen, wenn diese einmal von Archäologen gefunden und in die Museen gestellt wurden.
    Natürlich ist es zum Schaden der Wahrheitsfindung, wenn Grabräuber antike Gegenstände aus alten Gräbern unsachgemäss
    ausgraben. Dadurch zerstören sie nicht nur wertvolle gegenstände, sondern auch die einzelnen Kulturschichten in den Gräbern.
    Der Verkauf, die Einfuhr und der Besitz von antiken Gegenständen sollte besser kontolliert und überwacht werden.
    Wenn einer römische Münzen verkaufen will, sollte er erst einmal beweisen, wo er diese Münzen her hat.

    Lasst die Finger von solchen Sachen - die stammen meist von solchen Grabräubern.

    machts gut
    Gerhard

  • Pimper
    Pimper
    am 17.10.2004
    Schon mal was von Raubarchäologie gehört.
    Da werden Reihenweise Gräber im Sinne einer Pseudowissenschaft legal geplündert.Die Beute landet
    kommerzialisiert im Museum.
    Wenn ein kleiner Schatzsucher sich irgendwo ein Münzlein fischt, ist er gleich der große kriminelle, während Millionen in dunkle Kanäle verschwinden.
    Manche Berufaräologen haben bei der Wirtschaftkrise nur angst ihren Job zu verlieren und dann richtig arbeiten gehen zu müssen.
    So schlägt man nur um sich um der Öffentlichkeit bestätigen zu wollen, wie wichtig der alte Plunder im Boden ist. In ein paar Jahren
    wenn Abdulla Chef von Deutschland ist wird sowiso alles verramscht.
  • Srkioo
    Srkioo
    am 17.08.2008
    Hallo Leute auf den Balkan
    hat so viele schätze wo kann man nur Träumen kann .
    Nur man muss wissen wo sind vergraben

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