Päpstlicher Wissenschaftler verteidigt Evolutionstheorie

Urknall und Evolutionstheorie seien vereinbar mit dem christlichen Glauben, sagt der Leiter der päpstlichen Sternwarte, George Coyne, in der ZEIT.

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"Die Evolutionstheorie glorifiziert Gott." Der 73-jährige Jesuit und Astrophysiker verteidigt die moderne Naturwissenschaft gegen wörtliche Interpretationen der Bibel. Die Schöpfungsgeschichte sei "eine wunderschöne Geschichte, aber keine Wissenschaft". Umgekehrt sage die Wissenschaft nichts über Gott aus: "Gott ist keine Randbedingung des Universums. Man kann die Existenz Gottes nicht mit Hilfe der Quantenphysik widerlegen - noch kann man sie beweisen. Die Wissenschaft ist gegenüber religiösen, philosophischen und theologischen Schlussfolgerungen absolut neutral."

Sollten Astronomen intelligentes Leben im All finden, könnte das die Kirche allerdings vor eine Herausforderung stellen. Coyne: "Konnte Gott seinen einzigen Sohn, wahrer Gott und wahrer Mensch, zu uns schicken und seinen einzigen Sohn, wahrer Gott und wahrer Marsianer, zu einem anderen Planeten?" Das Thema sei jedoch sehr spekulativ. "Ich muss meine Wissenschaft voranbringen, ich kann nicht dauernd darüber nachdenken, ob Jesus auf anderen Planeten erscheint oder ob ich Aliens taufen würde."

Das komplette Interview finden Sie in der ZEIT Nr. 8 vom 16. Februar 2006.

 

Quelle: ZEIT

Kommentare (5)

  • Cornelius
    Cornelius
    am 18.02.2006
    Der Link zur ZEIT Nr. 8 funktioniert nicht!
  • Laszlo Simon
    Laszlo Simon
    am 18.02.2006
    Doch, er tut.
  • Cornelius
    Cornelius
    am 19.02.2006
    Jetzt geht es wirklich. Die Wunder des Internets...
  • naffets0
    naffets0
    am 20.02.2006
    Ein gewaltiger Fortschritt, der zeigt, dass sich zumindest die christliche Religion der Evolution nicht verschließt.
  • Irmgard Kopecz
    Irmgard Kopecz
    am 21.02.2006
    na wenn das mal gut geht, ob es da nicht trouble mit dem Papst gibt? Auf jeden Fall tut es gut, eine solche Äußerung von einem solchen Mann zu bekommen.

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