Neue Tauchbasis in Sutz-Lattrigen eingeweiht

Am heutigen Tag hat das Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern (AGG) auf dem Areal des von Rütte-Guts in Sutz-Lattrigen die neue Tauchbasis des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern eingeweiht und dem Betrieb übergeben.

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Die Basis dient der Unterwasserarchäologie zur Betreuung der prähistorischen Pfahlbauten im Bielersee und für Rettungsgrabungen. Am kommenden Sonntag, dem 2. Mai 2010 kann sie im Rahmen der Architekturwoche 15n besichtigt werden.

Am Uferabschnitt der Gemeinde Sutz-Lattrigen befinden sich im Bielersee prähistorische Siedlungsreste (Pfahlbauten) aus der Zeit zwischen 4300 und 1600 vor Christus. Seit 1988 untersucht der Archäologische Dienst des Kantons Bern (ADB) diese wichtigen Fundstellen. Um seine Unterwasseraufnahmen fortsetzen zu können, braucht der ADB eine neue Tauchbasis. Das Bauprojekt wurde vom AGG im Rahmen eines Architekturwettbewerbs ausgewählt. Die idyllische Lage der Tauchbasis innerhalb der Bucht des von Rütte-Guts stellte hohe Ansprüche an die architektonische Einbindung.

Die neue Tauchbasis ist ein schlanker Baukörper, der auf wenigen Pfählen aus dem Wasser ragt. Der Bau wurde in nur vier Monaten erstellt. Dabei wurde die sensible Umgebung minimal gestört. So wurde zum Beispiel ein Grossteil des Baumaterials vom See her antransportiert. In der neuen Basis stehen den Taucherinnen und Taucher zweckmässig angeordnete Arbeitsräume und gut nutzbare, gedeckte Aussenflächen zur Verfügung. Die Tauchbasis ist über einen Steg auch der Öffentlichkeit zugänglich. Im Zugangsbereich der Plattform befindet sich ein so genanntes "archäologisches Fenster", in dem Exponate und multimedial aufbereitete Informationen gezeigt werden.

Die Öffentlichkeit kann die neue Tauchbasis am kommenden Sonntag, dem 2. Mai 2010 im Rahmen der Architekturwoche 15n des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) in Augenschein nehmen. Die Basis ist an diesem Tag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Es wird empfohlen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da vor Ort keine Parkplätze zur Verfügung stehen.

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