Mehr als 11,7 Millionen Euro für geisteswissenschaftliche Forschung

Gerda Henkel Stiftung weist für 2012 die höchste Fördersumme seit ihrer Gründung aus

Die Gerda Henkel Stiftung hat im letzten Jahr mehr Fördermittel als jemals zuvor in ihrer 36-jährigen Geschichte bewilligt: Gut 11,7 Millionen Euro stellte die Stiftung 2012 für neue Projekte aus den historischen Disziplinen bereit.

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"Uns freut vor allem, dass wir zugleich unser Fördervolumen erhöhen und gegenwarts- und zukunftsorientierte Fachgebiete stärker berücksichtigen konnten", betont Dr. Michael Hanssler, Vorsitzender des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung. Der nun vorliegende Jahresbericht 2012 bietet einen Überblick über die bewährten und neuen Förderangebote der Stiftung und stellt zehn Forschungsprojekte beispielhaft vor.

Mehr als 300 wissenschaftliche Vorhaben wurden im Berichtsjahr neu in die Förderung aufgenommen. Für Themengebiete, die einerseits für die Sicherheitspolitik nach dem Ende des Kalten Krieges exemplarisch, andererseits in der einschlägigen Forschung bislang wenig beachtet worden sind, hat die Gerda Henkel Stiftung im Jahr 2012 erstmals das Sonderprogramm "Sicherheit, Gesellschaft und Staat" ausgeschrieben. Eine weitere wesentliche Initiative der Stiftung ist das von der Europäischen Kommission kofinanzierte Marie Curie Fellowship-Programm M4HUMAN (Mobility for experienced researchers in historical humanities and Islamic studies). 55 Stipendien für zweijährige Forschungsprojekte wurden 2012 im Rahmen des Programms vergeben. Dessen geographische Ausdehnung geht über Europa hinaus und schließt u.a. wissenschaftliche Vorhaben in Jamaika oder Brasilien ein.

Im Jahresbericht werde folgende für die Altertumswissenschaften interessanten Projekte näher vorgestellt:

Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan M. Maul, Heidelberg: "Die Bibliothek aus dem 'Haus des Beschwörungspriesters'. Eine arabisch-deutsche Edition des im Jahr 1979 vom Irakischen Antikendienst in Assur freigelegten Tontafelbestandes"

Prof. Dr. Natalia V. Polosmak, Novosibirsk: "Xiongnu-Fürstengräber in Noin-Ula, Mongolei. Archäologische Notgrabung und Restaurierung der Funde"

Prof. Dr.-Ing. Joachim Ganzert, Hannover: "Das antike Theater von Patara, Türkei. Bauarchäologische Dokumentation, Rekonstruktion, Interpretation"

Dr. Hartwig Fischer, Dresden: "Von Max Slevogt bis Paul Klee. Ägyptenrezeption in der deutschen Malerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts"

Kommentare (2)

  • Boris Schneider
    Boris Schneider
    am 08.05.2013
    Schön, dass immer mehr Geld für solche Disziplinen übrig ist. Die Stiftung hat sich im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Faktor in der Forschung entwickelt und ich hoffe, es wird auch so weitergehen!
  • Zora Berner
    Zora Berner
    am 08.05.2013
    Nur durch nachhaltige Investitionen, wie es die Gerda Henkel Stiftung vormacht, wird man die Forschung antreiben können. Sehr lobenswertes Engagement!

    Zora
    http://stylexa.de/

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