Laseranalyse archäologischer Fundstücke

Die Arbeitsgruppe "Laserspektroskopie und Photonik" im Studiengang Optik und Lasertechnik am RheinAhrCampus Remagen hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Fundstücke direkt am Fundort auf ihre chemischen Bestandteile untersucht werden können.

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Berührungslose Bestimmung der chemischen Zusammensetzung
Mit Laserlicht schnelle berührungslose Bestimmung der chemischen Zusammensetzung eines römischen Schlüssels aus Blei-Bronze. (© RheinAhrCampus)

Das spektroskopische Verfahren wurde von der Arbeitsgruppe um die beiden Professoren Dr. Georg Ankerhold und Dr. Peter Kohns in Zusammenarbeit mit der Römervilla in Bad Neuenahr-Ahrweiler entwickelt. Hierbei kann die chemische Zusammensetzung von Fundstücken mit einem Laser in Bruchteilen einer Sekunde direkt an der Fundstelle analysiert werden. Die Wissenschaftler haben eine Reihe archäologischer Funde untersucht und sind zu aufschlussreichen Ergebnissen gelangt, die nun in der Römervilla im Rahmen einer Sonderausstellung bis zum 16. November gezeigt werden.Dabei wird dem Besucher in einem kleinen Video demonstriert, wie mit kurzen Laserpulsen die archäologischen Proben abgetastet wurden.

Das Laserverfahren kann aber auch über die Analyse von Fundstücken hinaus bei vielen anderen, sehr modernen Fragestellungen in der Industrie eingesetzt werden, um berührungslos und sehr schnell die chemische Zusammensetzung von Metalllegierungen, Steinen, Beton und anderen Werkstoffen zu ermitteln.

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