Kooperation zwischen Archäologiepark Belginum und Universität Trier

Die Universität Trier kooperiert mit dem Archäologiepark Belginum der Gemeinde Morbach im Hunsrück. Belginum ist bekannt durch sein keltisch-römisches Gräberfeld mit 2.500 Bestattungen und seinem antiken römerzeitlichen Vicus (Kleinstadt) unmittelbar an der heutigen Hunsrückhöhenstraße.

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Der Archäologiepark Belginum (Foto: Uni Trier)
Der Archäologiepark Belginum (Foto: Uni Trier)

Mit dieser bedeutenden archäologischen Fundstätte eröffnet sich für das Zentrum für Altertumswissenschaften der Universität Trier (ZAT) und das Fach Klassische Archäologie die Möglichkeit, die Attraktivität von Lehre und Forschung zu steigern. Die Archäologin Rosemarie Cordie, die den Archäologiepark leitet, ist seit Januar 2013 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Altertumswissenschaften der Universität Trier (ZAT), Professur für Klassische Archäologie (Prof. Dr. Torsten Mattern), tätig.

Das 2002 eröffnete Museum genießt national wie international einen exzellenten Ruf in der breiten Öffentlichkeit und der archäologischen Fachwelt. Belginum bietet im Bereich der vorgeschichtlichen und provinzialrömischen Archäologie zahlreiche Arbeitsfelder für Wissenschaft und Forschung und gleichzeitig Möglichkeiten einer inneruniversitären Zusammenarbeit mit weiteren Fächern.

Das Lehrangebot wird an der Universität Trier praxisorientiert ausgerichtet. Die Studierenden lernen künftig in Belginum die Tätigkeitsbereiche Sonderausstellungen, Ausgrabungen, Museumsdidaktik und Kultur-Tourismus kennen. Zudem kann ein bestehendes Netzwerk archäologischer Forschungseinrichtungen im mitteleuropäischen Raum studienbegleitende Praktika unterstützen. Die Lehre wird um die Vorgeschichte ergänzt.

Die Universität Trier plant, mit Hilfe dieser Kooperation anwendungsorientierte Masterstudiengänge aufzubauen, welche die bisherigen forschungsorientierten Studiengänge ergänzen werden. Die zukünftigen Studierenden können so für bestimmte Berufsfelder praxisorientiert ausgebildet werden. Es ist beabsichtigt, diese Studiengänge später um weitere kulturwissenschaftliche Fächer zu erweitern. Die Kooperation wurde durch eine finanzielle Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland Pfalz ermöglicht.

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