Japanische Bücher aus der Edo-Zeit – Sonderausstellung der Uni Würzburg

 

In der Edo-Zeit (1603 - 1868) erstarkte in Japan das Bürgertum. Damit ging ein wahrer Boom im Buchdruck einher, denn die Nachfrage nach Lesestoff war groß. Im Holzblockdruck hergestellte Werke aus dieser Epoche sind bis 30. Dezember in der Würzburger Universitätsbibliothek zu sehen.

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Präsentiert wird die Ausstellung vom Lehrstuhl für Japanologie gemeinsam mit der Unibibliothek. Sie informiert zum einen über die bereits stark kommerzialisierte Buchproduktion im Japan der Edo-Zeit. Die Buchfabrikanten schnitzten damals den Text aus Holzplatten heraus, gaben schwarze Tusche darauf und bedruckten damit Papier, das aus der faserigen Rinde von Maulbeerbäumen hergestellt wurde.

Die Ausstellung zeigt rund 30 Bücher aus dem Besitz des Japanologischen Seminars der Uni Frankfurt. Im Mittelpunkt stehen die Themengebiete Belletristik, Frauenbildungsbücher und Sachbuch.

Unter den ausgestellten Sachbüchern finden sich Kochbücher und Rechenbücher für Händler, aber auch Reise- und Stadtführer für den Touristen der Edo-Zeit. Köhn zieht hier einen Vergleich zur heutigen Buchreihe "Lonely Planet", denn auch die Reiseführer von damals waren sehr praxisnah. Sie informierten die Leser zum Beispiel detailliert über Übernachtungsmöglichkeiten und Reisekosten.

 

Buchkultur in Japan nach 1600

Unibibliothek Würzburg

Die Ausstellung ist bis 30. Dezember im Foyer im ersten Stock zu sehen. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8.30 bis 21.00 Uhr, Samstag von 9.00 bis 18.00 Uhr. Vom 27. bis 30. Dezember ist die Bibliothek von 8.30 bis 18.00 Uhr offen.

 

Quelle: Uni Würzburg

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