Gauner, Gräber und Gelehrte

Gauner, Gräber und Gelehrte. Antikenraub und Archäologie im Lichte der aktuellen Gesetzeslage, so lautet der Titel eines Kolloquiums das am 5. Mai 2007 an der Universität Frankfurt stattfindet.

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Veranstaltet vom Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Frankfurt wird auf der eintägigen Tagung das Problem des Antikenraubs und des illegalen Handels nicht nur von archäologischer Seite beschrieben, sondern auch unter juristischen und polizeilichen Aspekten beleuchtet.

Das Programm

  • Dr. Michael Müller-Karpe, Einleitung, Grundlagen und rechtlicher Ist-Zustand
  • Kurzbeiträge zum Problem der Raubgräberei aus der Sicht der an der Johann Wolfgang Goethe-Universität vertretenen Archäologischen Disziplinen:
    Prof. Dr. Peter Breunig, Prof. Dr. Rüdiger Krause, Prof. Dr. Hans-Markus von Kaenel, Prof. Dr. Wulf Raeck, Prof. Dr. Jan-Waalke Meyer
  • Prof. Dr. Kurt Siehr M.C.L., Kulturgüterschutz aus juristischer Sicht
  • Dr. Ulrike Löw, Raubgrabungen im Iraq seit den Golfkriegen
  • Prof. Dr. Andreas Scholl, Antikenraub und Antikenhandel aus heutiger Museumsperspektive
  • Dr. Daniel Graepler, Die Stunde der Carabinieri. Italiens Kampf gegen Raubgräberei und illegalen Antikenhandel in internationaler Perspektive
  • Prof. Dr. Egon Schallmayer, Raubgräberei und Landesarchäologie - Sichtweise und Praxis
  • Polizei-Oberkommissar Eckhard Laufer, Machtlosigkeit gegenüber Raubgrabungen und illegalem Handel mit Kulturgut? Polizeiliches Einschreiten in Hessen
  • Dr. Friedrich Lüth, Black Archaeology - eine europäische Perspektive



Gauner, Gräber und Gelehrte
Antikenraub und Archäologie im Lichte der aktuellen Gesetzeslage

Samstag 5. Mai 2007
10.00 - 18.00 Uhr

Universität Frankfurt
Campus Westend, IG-Farben Haus
Grüneburgplatz 1
60629 Frankfurt am Main
Raum IG 441 (EG)

zur Homepage des Institut für Archäologische Wissenschaften

Kommentare (3)

  • William Wutschke
    William Wutschke
    am 17.08.2007
    Grabräuber entstehen durch verbote.Ich habe ein Sondengängerseminar mit gemacht,dort unterrichtete auch ein Polizist der Ehrenamtlich beim Bodenschatzamt in Hessen arbeitet,von Ihn haben wir gelernt,immer eine Sondengängererlaubnis einzuholen und mit dem Grundeigner sprechen und um erlaubnis einholen und dann erst los gehen.Was war das ende vom Ganzen,ich habe eine Erlaubnis vom Bodenschatzamtes in München zu bekommen und es wurde mir untersagt mit meiner Sonde zu suchen.Dann wunder Ihr Euch als Archäologischen Wissenschaftler wenn durch Verbote heimlich gesucht wird und wer heimlich sucht und was findet,der meldet diesen Fund auch nicht,weil er ja keine Erlaubnis eingeholt hatte.So gehen viele Funde der Geschichte verloren und werden oft bei ebay oder anderen Handel verloren.Die nennt man dann Grabräuber oder Illegale Antikenhändler.Schuld selber,wenn man erliche Sondengänger mehr einräumen und es werden mehrere Funde abgegeben.
  • Ulrike Löw
    Ulrike Löw
    am 07.11.2007
    Grabräuber entstehen nicht durch Verbote. Grabräuber entstehen durch Unwissenheit - oder, wie in Ihrem Fall vermutlich - durch Unverbesserlichkeit. Wo steht denn geschrieben, dass Sie unbedingt als Sondengänger durchs Gelände marschieren müssen? Sehen Sie das als eines Ihrer Grundrechte an? Überlassen Sie diese Arbeit den Menschen, die wissen, wie man Funde wissenschaftlich verwertbar bergen kann. Das können Sie als Laie nicht leisten, Sie zerstören Fundzusammenhänge, die danach nie wieder rekonstruiert werden können. Archäologen reicht es nämlich nicht, wenn sie hinterher erfahren: "Das habe ich irgendwo da auf dem und dem Feld gefunden", die hätten gern deutlich mehr Informationen über die genauen Fundzusammenhänge. Hat Ihnen das noch niemand erklärt?
  • William Wutschke
    William Wutschke
    am 16.11.2007
    Wie kann man nur so feindseelig gegen Hobbyarchäologen sein,damit ich den Fund beurteilen und richtig zuordnen kann habe ich das Seminar mit gemacht und nicht einfach eine Sonde gekauft und nun mal los.Ich würde erst Berichte richtig lesen und dann rummeckern.Bei den Seminar war ein Polizist der Ehrenamtlich für Archäologen in Hessen arbeitet und uns über Rechte und Pflichten aufgeklärt hat und es waren auch Berufsarchäologen anwesend.Darum lasse ich mich nicht als Grabräuber oder als Unwissenden beschimpfen.Wer so andere Menschen darstellt,hat als Wissenschaftlerin auf dieser Welt nix zu suchen,erst Menschlich nachdenken und richtig lesen,dann meckern.Aber in Deutschland ist ja eh alles verboten,dabei könnten mit Erlaubnis die Hobbyachäologen mit Seminardiplom helfen und dagegen wirken,gegen Grabräuber.Solche Geräte sind erstens sehr teuer und der Seminar war auch nicht um sonst.

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