Gab es das Griechische Wunder?

Griechenland zwischen dem Ende des 6. und der Mitte des 5. Jahrhunderts vor Christus steht im Mittelpunkt einer Publikation, die jetzt unter dem Titel "Gab es das Griechische Wunder?" im Verlag Philipp von Zabern, Mainz, erschienen ist (herausgegeben von Dietrich Papenfuß und Volker Michael Strocka).

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Der Band dokumentiert die Ergebnisse des 16. Fachsymposiums der Alexander von Humboldt-Stiftung, zu dem 1999 Altertumswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus 19 Ländern nach Freiburg gekommen waren. Als Alexander von Humboldt-Forschungsstipendiatinnen und -stipendiaten hatten sie zu verschiedenen Zeiten in Deutschland geforscht. Das Fachsymposium bot die Gelegenheit, die unterschiedlichen Forschungsergebnisse unter einer gemeinsamen Perspektive zu diskutieren.

Am Ende des 6. Jahrhunderts vor Christus, so der Freiburger Archäologie-Professor Volker Michael Strocka, erfolgte in Griechenland ein Qualitätssprung der kulturellen Entwicklung, den keine andere Kultur bisher getan hatte und tun konnte: An die Stelle überkommener, traditioneller und archaischer Verhaltensweisen trat das selbständige Urteil, das Nachdenken über Zweckmäßigkeit und Funktionalität. Dieser Wandel sei in zahlreichen gesellschaftlichen Bereichen, von der Dichtkunst über die Bildhauerei bis zur Politik zu erkennen. So reichen die Themen der Aufsätze von "Wendezeit und Zeitenwende: Athens Aufbruch zur Demokratie" über "Die neutralen Staaten in den Perserkriegen und das griechische Völkerrecht" bis zu "Das Griechische Wunder und die Tragödie".

Quelle: Alexander von Humboldt-Stiftung (idw)

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