Fachtagung der Saarbrücker Historiker: "Ackerbürgertum und Stadtwirtschaft"

 

Landwirtschaft spielte im Städtewesen des Mittelalters eine noch weitgehend unbekannte Rolle - Saarbrücken beispielsweise sollte speziell eine Ackerbürgerstadt werden.

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Verkehrslage, Handel und Gewerbe gelten als Ingredienzien des europäischen Städtewesens, wie es sich im Mittelalter ausprägte. Neuere Forschungen unter maßgeblicher Beteiligung des Saarbrücker Historikers Professor Dr. Kurt-Ulrich weisen auf die lange Zeit unbeachtet gebliebene Besonderheit eines ausgeprägten Ackerbürgertums in mittelalterlichen Städten hin: Im Bodenseeraum und an der Donau, am Rhein und am Main sowie gelegentlich auch an der Maas und Mosel haben Zünfte von Rebleuten, Heckern und Gärtnern fürs städtische Leben Bedeutung erlangt. In St. Wendel beispielsweise gab es spätestens 1514 eine Zunft der Ackerleute; für Saarbrückens Gründung im 12. Jahrhundert wurde die Auslegung als Ackerbürgerstadt erwogen.

Zum Thema findet vom 29.März bis 1.April im Rathaus in Heilbronn eine Fachtagung statt: International angesehene Experten aus sechs europäischen Ländern halten Kurzvorträge und diskutieren über "Ackerbürgertum und Stadtwirtschaft - zu Regionen und Perioden landwirtschaftlich bestimmten Städtewesens im Mittelalter". Den Grundsatzbeitrag "Ackerbürger, Ackerbürgertum, Ackerbürgerstädte - Einleitung zur Generalsdiskussion" hält am 1. April Professor Jäschke von der Universität des Saarlandes.

Quelle: Pressemitteilung Uni Saarbrücken (idw)

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