Erster Meilenstein des Legionärspfads in Windisch enthüllt

Das schweizweit einmalige Vermittlungsprojekt Legionärspfad, das im Juni 2009 in Windisch eröffnet wird, nimmt weiter Gestalt an. Gemeinsam mit den Sponsoren hat Regierungsrat Rainer Huber einen ersten von insgesamt acht Meilensteinen in feierlichem Rahmen enthüllt.

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Dank einer grossräumigen Audio-Inszenierung wird auf dem Legionärspfad das pulsierende Alltagsleben an der Porta Principalis, dem monumentalen Westtor des Legionslager Vindonissa, nach 2000 Jahren wieder lebendig werden.

Der Legionärspfad ist ein Lern- und Erlebnisraum für Geschichte und Archäologie, der sich vor allem an Schulklassen und Familien mit Kindern richtet. Die Besucherinnen und Besucher tauchen in einem Spiel in den Alltag eines römischen Legionslagers ein. Ausgerüstet mit einem Römerpass erhalten sie eine neue, römische Identität und lösen auf dem Rundgang das grosse Rätsel des Gottes Neptun. Oder sie wählen den Rundgang als Forschende und erfahren dabei viele spannende Geschichten zu 100 Jahren archäologischer Ausgrabungen in Vindonissa. Die Hauptattraktion bilden originalgetreu, mit Holz und Lehm nachgebaute Legionärsunterkünfte, in denen Besucher eine römische Nacht verbringen können.

An den acht authentischen, historischen Schauplätzen markiert ein 2,6 Meter hoher in Glas und Metall ausgeformter Meilenstein die Station des Legionärspfads. Er ist zugleich Landmarke und Informationsträger, in dem er mittels Karte, Text, Bildern und einem ortstypischen archäologischen Fund die Bedeutung des römischen Bauwerks und die Grabungsgeschichte erläutert und anderseits visuell die acht Stationen des Legionärspfads verbindet. Mit seiner fragmentierten Gestaltung stellt das ausführende Zürcher Büro Bellprat klare Bezüge her zum Wesen archäologischer Forschung: Aus Bruchstücken wird Geschichte wieder erfahrbar gemacht.

Der Legionärspfad wird vom Kanton Aargau mit Unterstützung des Hauptsponsors Coop und des Fördervereins "Freunde Vindonissapark" sowie weiterer Sponsoren realisiert. Für den Betrieb wird die Stiftung Vindonissapark unter dem Präsidium von alt Ständerat Thomas Pfisterer gegründet. Im Laufe der auf zwölf Jahre geplanten Betriebsdauer sollen weitere, attraktive Stationen hinzukommen, wie das Amphitheater, welches zur Zeit vom Bund restauriert wird.

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