Die Kranenburg - Spurensuche im Steinhuder Meer

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege ein Projekt zur Erprobung geophysikalischer Prospektionsmethoden bewilligt, das an der Stelle der mutmaßlichen Kranenburg im Steinhuder Meer durchgeführt werden soll.

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Unweit der Steinhuder Uferpromenade liegt eine Untiefe, die den Namen "Burg" führt. Auf Karten des 18. Jahrhunderts und in alten Nachrichten ist sie ausdrücklich als mittelalterliche Burg beschrieben. Die regionale Geschichtsforschung hat sie als die mutmaßliche Stelle der 1320 genannten und von den Bischöfen von Minden erbauten "Kranenburg" identifiziert. Im Jahre 1982 fand eine tachymetrische Messung statt, die wegen des trüben und kalten Wassers nicht ganz zwar wichtige Anhaltspunkte, aber keine Feinanalyse zuließ. Nach langer Suche ist es nun gelungen, eine kombinierte Prospektionsmethode (Geomagnetik, Radar, Sonar) zur zerstörungsfreien Erkundung im seichten Gewässer zu finden, die von der Fa. Eastern Atlas (Berlin) eingesetzt wird. Dazu soll die Stelle der Burg befahren werden. Zum Einsatz kommt dabei ein vier bis fünf Meter langes flaches Boot, das von einem schwachen Elektrik-Außenborder angetrieben wird und für Schrittgeschwindigkeit ausgelegt ist.

Die Maßnahme findet vom 10. bis 13. August 2009 im Auftrage des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege statt. Die Messarbeiten kann man von der Uferpromenade aus beobachten. Über die Ergebnisse der Messungen soll zeitnah berichtet werden, sobald eine erste Auswertung vorliegt.

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