Berliner Schüler als Antike-Forscher

Das Projekt "Zukunftsportal: ANTIKE" macht ab 24. Januar 2012 für Berliner Schülerinnen und Schüler die Antike als Grundlage unserer europäischen Kultur lebendig. Drei Tage lang werden circa 100 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe aus sieben Schulen in die Berliner Antike-Forschung eintauchen, um anschließend ihren eigenen Antike-Kongress zu planen, der am 9. März 2012 stattfinden wird.

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Initiatoren sind die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) und das Exzellenzcluster „TOPOI – Die Formation und Transformation von Raum und Wissen in den antiken Kulturen" der Freien Universität und der Humboldt-Universität zu Berlin. Das "Zukunftsportal: ANTIKE" wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft gefördert. Es soll angehende Abiturienten auf ihre Studien- und Berufswahl vorzubereiten.

Akademiepräsident Günter Stock betont, dass das "Zukunftsportal: ANTIKE" ein innovatives Projekt für die Region Berlin-Brandenburg sei, "weil es Schülerinnen und Schülern auf kreative Weise Lust am selbstorganisierten wissenschaftlichen Arbeiten vermittelt." Bildungssenatorin Sandra Scheeres dazu: "Ich begrüße ausdrücklich die vorbildliche Zusammenarbeit von Wissenschaft und Schule. Sie ermöglicht den Schülerinnen und Schülern wissenschaftliche und praxisorientierte Erkenntnisse und Erfahrungen, die auch für ihre berufliche Zukunft von Bedeutung sein können." Für das Exzellenzcluster TOPOI ist das Projekt auch Nachwuchsförderung: "Das Zukunftsportal: ANTIKE zeigt, wie spannend die Arbeit mit dem Altertum ist und welche Perspektiven es hier für Studium und Beruf gibt", so Michael Meyer, Sprecher des Exzellenzclusters. Beteiligte Schulen sind die Barnim-Oberschule, die Evangelische Schule Berlin Zentrum, das Goethe-Gymnasium, das Gymnasium Steglitz, das Hans-Carossa-Gymnasium, die Humboldt-Oberschule und die Sophie-Scholl-Schule.

An drei Projekt-Tagen lernen die Schüler vom 24. bis 26. Januar 2012 unter Anleitung von Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Doktoranden des Exzellenzclusters TOPOI verschiedene Bereiche der Antike-Forschung kennen. Dafür besuchen sie authentische Forschungsorte wie die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die Berliner Universitäten, das Deutsche Archäologische Institut oder die Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Darüber hinaus erwerben sie einschlägige Praxiskompetenzen. Sie erarbeiten in verschiedenen Gruppen ein Konzept für den eigenen Antike-Kongress, bereiten Kongress-Vorträge vor und organisieren die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem erarbeiten sie eine filmische Dokumentation und eine Publikation zu dem Kongress. Dabei stehen ihnen Medienexperten und Wissenschaftsmanager zur Seite, die neben ihrem fachlichen Wissen auch ihre jeweiligen beruflichen Lebensläufe einbringen. So werden bei einem Speed-Dating rund 20 Forscher und Fachleute erzählen, wie und warum sie geworden sind, was sie sind.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften zählt zu ihren gewählten Mitgliedern Vertreter aller relevanten Berliner Wissenschaftseinrichtungen. Seit über zehn Jahren bietet die Akademie vielfältige Angebote für Schüler: Hierzu zählen die "Akademievorträge an Brandenburgischen Schulen", das "Schülerlabor Geisteswissenschaften", die einwöchige Sommerakademie "Geisteswerkstatt" sowie in Kooperation mit der Freien Universität Berlin die Förderung des naturwissenschaftlichen Grundschulunterrichts. Im Exzellenzcluster Topoi erforschen rund 250 Wissenschaftler, darunter Philosophen, Geographen, Archäologen, Theologen und Literaturwissenschaftler, die Entwicklung von räumlichen Ordnungen und Wissenssystemen in der Antike. Das Cluster wird getragen von der Freien Universität Berlin und von der Humboldt-Universität zu Berlin.

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