Befragung zum Thema »Berufsverband in der Archäologie«

Seit langem leiden viele im Fach unter prekären Beschäftigungsverhältnissen, unter problematischen Kettenverträgen und der unverhältnismäßigen Entlohnung ihrer guten Arbeit. Es leiden das nicht-staatliche Ausgrabungswesen sowie die Spezialisten - z. B. Zeichner, Anthropologen, Osteologen etc. - unter dem Fehlen breit akzeptierter Qualitätsstandards und eines dazugehörigen, wirksamen Kontrollwesens. Probleme, die andere Berufe mit Hilfe eines Berufsverbandes eigenständig regeln, anstatt nach staatlicher Hilfe oder Kontrolle zu rufen. Die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF) möchte sich ein Bild zu den Anliegen und Bedürfnissen der Kollegen zu diesem Thema machen und bittet alle Kollegen, sich an einer Online-Befragung zu beteiligen.

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Foto: DGUF / Erich Claßen

Aktuell berichtet Dr. Gerry Wait in den »Archäologischen Informationen« über einen der weltweit größten Berufsverbände im Bereich Archäologie und Bodendenkmalpflege. Der deutschsprachige Aufsatz »Das »Chartered Institute for Archaeologists«: Der systematische Aufbau von Professionalität, Macht und Einfluss in Archäologie und Denkmalpflege« ist im Open Access erschienen.

Um ein Bild von den Anliegen und Bedürfnissen zum Thema »Berufsverband« zu erhalten, führt die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e. V. (DGUF) derzeit eine Umfrage durch. Die DGUF spricht dabei alle in der Archäologie und in archäologienahen Berufen Beschäftigen an. Sie bittet alle Kollegen – ob DGUF-Mitglied oder nicht – nach Möglichkeit zunächst den Aufsatz Gerry Waits zu lesen und dann die Befragung zu beantworten. Der DGUF sind aber auch Antworten ohne vorherige Lektüre des Aufsatzes herzlich willkommen! Die Befragung wird fünf bis zehn Minuten dauern.

Hier geht es zur DGUF-Umfrage »Berufsverband Archäologie«

Kommentare (2)

  • Gernot
    Gernot
    am 08.10.2016
    Prekär? Selber schuld. Es gibt seit Jahren einfach zu viele Archäogen am Arbeitsmarkt. Wer trotzdem so plemplem ist, das heute noch zu studieren, braucht sich hinterher nicht beschweren!
  • Julian
    Julian
    am 10.10.2016
    Lieber Gernot,
    da bist du leider falsch unterrichtet. Gerade im Bereich der praktischen Archäologie herrscht Fachkräftemangel. Mit den zahlreichen Rettungsgrabungen steigt auch der Bedarf an entsprechend geschultem Personal. Eine Vertretung der Interessen dieser Spezialisten gibt es zum Zeitpunkt noch nicht, obwohl deren Arbeit im Zusammenhang mit Bauprojekten immer wieder im Fokus steht. Bitte informiere dich, bevor du Parolen von dir gibst.
    Viele Grüße
    Julian

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